Schüler sorgen für Schmuck

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Schüler der Grundschule im Kirchgarten übernahmen auch in diesem Jahr die Beschmückung des Weihnachtsbaumes auf dem Marktplatz. Seit Mittwoch steht das gute Stück auf seinem Platz.

Babenhausen - Er steht – der neue Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Jetzt richtete der Bauhof zusammen mit dem Marktmeister des Babenhäuser Weihnachtsmarktes, Helmut Fendt, das gute Stück auf. Von Michael Just

Er misst rund zehn Meter Länge und zeigt sich im unteren Bereich nicht zu ausladend. „Das ist wichtig, weil unser Marktplatz ja nicht allzu riesig ist. Da kommen ja noch die Büdchen drumrum“, weiß Fendt.

Doch was ist der schönste Weihnachtsbaum ohne eine ansprechende Dekoration? Die übernahmen – wie auch in den letzten zwei Jahren – die Schüler der Grundschule im Kirchgarten. Zusammen mit Kunstlehrerin Susanne Weinrich lief am Mittwoch um kurz nach halb zwölf die 3a mit 19 Schülern und vier weiteren Kameraden aus der Kunst-AG ein, um die Bastelergebnisse in Form von Kerzen und Sternen zu übergeben. Das machten sie stellvertretend, denn gebastelt wurde in allen dritten Klassen im Kunstunterricht und ergänzend noch in der Kunst-AG. Zwecks Witterungsbeständigkeit wurden sämtliche Werke laminiert. „Jeder sollte fünf Stück machen, wer es packt auch acht. Ich habe sechs geschafft“, erzählt Elisa Bauer (10). Für die Unterstützung gab es von Helmut Fendt für alle Grundschüler einen Lebkuchen.

Bleibt noch die Frage zu klären, wo der Baum eigentlich herkommt. Der Ursprung des Schmuckstücks liegt nicht im Stadtwald, sondern in einem Babenhäuser Vorgarten in der Taunusstraße. Über das Jahr verteilt können sich Bürger anmelden, denen ihr Nadelbaum im Garten zu groß geworden ist. „Die Liste wird dann abgearbeitet. Das machen wir seit Jahren“, erzählt ein Bauhofmitarbeiter. So ist die Sache zum Geben und Nehmen geworden: Die Bürger werden ihr Monstrum los, die Stadt hat im Gegenzug ihren Weihnachtsbaum.

Auf die gleiche Weise finden auch die Bäume in den Stadtteilen den Weg auf den Dalles oder ins Zentrum. Der gesuchte Baum hat einen Idealdurchmesser von maximal 30 Zentimetern. Größere Exemplare fallen durch das Wunsch-Raster. Aber auch die werden angeboten: So haben manche Stämme bereits Durchmesser von 50 bis 60 Zentimeter, was aber zu groß für den Marktplatz ist. Soll der Baum trotzdem weg, muss eine professionelle Firma her. Kann die den Himmelsstürmer nicht mit einem Fall in die Waagrechte bringen und der Baum muss von oben herab Ast für Ast kürzer gemacht werden, sind schnell mal 800 bis 1 000 Euro fällig. Da haben es die Hausbesitzer, deren Baum zum neuen Babenhäuser Weihnachtsbaum auserkoren wurde, besser: Noch packt der Bauhof umsonst die Säge aus und schafft Platz im Garten. Mögliche Änderungen sind aber im Gespräch.

Quelle: op-online.de

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