Schüler wissen, was sie wollen

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Dennis Schwind, Sven Schornstein, Florian Kämmerer, Lisa Stirner, Christoph Wolz, Carina Kaufmann und Vanessa Tschart (von links) freuen sich über das Ende der Schulzeit und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Babenhausen ‐ Das schriftliche Abitur haben die Bachgauschüler bereits hinter sich, ihre mündlichen Prüfungen folgen in der zweiten Juniwoche. Doch was passiert danach? Von Melanie Welters

In Zeiten der Wirtschaftskrise machen sich Jugendliche besonders viele Gedanken über ihre Zukunft. Wir haben uns nach den Zukunftsplänen der Abiturienten des Bachgau-Gymnasiums erkundigt und erfahren, dass eine Mehrheit der Schüler vorhat, noch in diesem Wintersemester ein Studium zu beginnen. Viele angehende Absolventen haben sich aber auch für eine Ausbildung oder ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden. Andere möchten zunächst Erfahrungen im Ausland sammeln. Für nur wenige Schüler steht der Zivil- oder Grundwehrdienst an.

Alle 103 Abiturienten werden aber zunächst ausspannen und sich von den Strapazen der letzten Wochen und Monate erholen. „Zuerst geht es eine Woche in den Urlaub“, freut sich Carina Kaufmann. Sie wird nach dem Abitur ein Pflegepraktikum absolvieren, bevor sie ein Medizinstudium aufnimmt. Danach möchte sie am liebsten in die Forschung und schätzt ihre Berufschancen als zukünftige Medizinerin positiv ein: „Ich denke, dass man als Arzt gebraucht wird, denn krank werden die Menschen ja immer. In der Forschung ist es, glaube ich, schwerer, einen Job zu bekommen.“ Lisa Stirner geht im September als Au-Pair nach Neuseeland. Anschließend strebt sie ein Duales Studium mit Schwerpunkt Messe-, Kongress- und Eventmanagement an.

Staatsanwalt oder Art Director?

„Nach dem Abitur werde ich erst mal meinen staatsbürgerlichen Pflichten nachkommen und den Zivildienst ableisten“, sagt Schulsprecher Dennis Schwind. Sein Fernziel ist ein Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg. Um in seinem Traumberuf Staatsanwalt arbeiten zu können, werde er alles geben, auch wenn er weiß, „dass im öffentlichen Sektor an allen Ecken und Enden gespart und es schwer sein wird, da irgendwie reinzurutschen.“ Florian Kämmerer hat schon einen Integrierten Studienplatz als Wirtschaftsingenieur sicher. Er wird an einer Berufsakademie studieren und gleichzeitig eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn absolvieren. „Ich würde später am liebsten als Art Director oder Leiter einer Werbeagentur arbeiten“, sagt Christoph Wolz. Er plant, in Darmstadt und Berlin Kommunikationsdesign zu studieren.

Erstmal Praktika

Für Sven Schornstein ist Lehrer der richtige Beruf: „Da kann man sich selbst seine Freizeit einteilen, und mit bestimmten Fächern hat man richtig gute Aussichten, eine Stelle zu bekommen.“ Er schwankt noch zwischen Fächerkombinationen aus Musik, Mathematik, Geschichte und Physik. „Vorher möchte ich aber noch mein musikalisches Projekt verwirklichen und einige Praktika machen“, berichtet der junge Musiker, der sich in der Region schon einen Namen gemacht hat.

Vanessa Tscharts Studienwahl wurde von der „Hobit“-Informationsmesse in Darmstadt inspiriert: „Auf Geowissenschaften bin ich durch einen Vortrag gekommen, den ich sehr interessant fand.“ Auch ein Studium in zukunftsträchtigen Berufsfeldern wie erneuerbare Energien könnte sie sich vorstellen: „Hauptsache, ich kann einen langfristig sinnvollen Beitrag für unsere Umwelt leisten.“

Quelle: op-online.de

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