Schuhplattler fürs Publikum

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Die Hausfrauen vom CVB mit ihrem Tanz „Jim Knopf und Lukas“ trafen den Geschmack des Publikums.

Babenhausen - Aus allen Stadtteilen und der Kernstadt kamen über 200 närrische Senioren, um am Sonntag in der Stadthalle gemeinsam Fastnacht zu feiern. Von Petra Grimm

Rüdiger Manowski, Chef der Karnevalsabteilung des TSV Langstadt, hatte wieder ein unterhaltsames Programm mit vielen Höhepunkten zusammengestellt. Im sechsten Jahr hatte er mit seinem Elferrat die Organisation der städtischen Kräppelsitzung übernommen. Vom Kaffee kochen und dem Service im Saal bis zum Abbau am Ende waren die Lengschder Fastnachter im Einsatz.

Gemeinsam mit Monika Geiger aus der Stadtverwaltung erhielt Rüdiger Manowski von Sitzungspräsidentin Else Hartmann zum Dank den Orden der Seniorenfastnacht.

„Ich hoffe, ihr seid alle bereit für die fünfte Jahreszeit“

„Ich hoffe, ihr seid alle bereit für die fünfte Jahreszeit“, begrüßte die Sitzungspräsidentin, umrahmt von ihrem mit Senioren aus allen Stadtteilen besetzten Elferrat, die gut gelaunten Gäste. Die erwiesen sich wieder als dankbares und aufmerksames Publikum und genossen die bunte Show, die mit der Vorstellung der CVB-Prinzenpaare durch Hofmarschall Roland Keil und einem schmissigen Tanz der Prinzengarde eröffnet wurde. „Stillt Euern Hunger mit Kräppel und Woi und schaut mal tief ins Glas enoi“, rief Prinz Frank II. dem Publikum zu. Und Prinzessin Lydia I., eine Langstädter Vollblutfastnachterin, gestand: „Prinzessin sein iss für mich ein Gewinn, weil ich gor so gern närrisch bin. Der schmucke Prinz an meiner Seite hier, der hat´s nit immer leicht mit mir. Es ganze Johr, des is kein Flop, bin ich e bissche jeck im Kopp. Bei mir herrscht auch zur Sommerzeit Jubel, Trubel, Heiterkeit.“

Bürgermeisterin Gabi Coutandin gab eine Büttenrede über die Haushaltslage der Stadt zum Besten. Viel Applaus gab es für die fröhlichen Tänze, darunter die CVB-Hausfrauen, die Jim Knopf und Lukas tanzten. Der TSV Langstadt war mit Gardetänzen und seiner Aerobic-Gruppe vertreten. Diese jungen Damen warfen ihre Beine dem Motto der Lengschder Fastnacht entsprechend als „Zuhälter“ auf St.Pauli. Eine Augenweide war wie immer die Ehrengarde aus Sickenhofen, die als Blumen einen tollen Auftritt hinlegten. Für Lachtränen sorgte das Männerballett Hypertonics in Dirndln und Lederhosen. Mit Schuhplattler und beachtlichen Hebefiguren begeisterten sie das Publikum.

Mit technischen Problemen gestartet

Mit technischen Problemen starteten die „Disharmoniker“ aus Langstadt, die unter der Leitung von Dieter Haag wieder Stimmungslieder mitgebracht hatten. Als die Sänger nämlich mit ihrem ersten Lied loslegen wollten, schreckte ein markerschütterndes Dröhnen aus den Lautsprechern den Saal auf. Bis Mikros und Co. dann reibungslos funktionierten, wurde einige Zeit herumprobiert. Die närrischen Senioren quittierten die Situation humorvoll mit „Ojojojojoj“-Gesang. „Dass unser Auftritt so lange dauert, war eigentlich nicht geplant“, witzelte Dieter Haag, ehe die Truppe dann mit ihren Liedern beste Unterhaltung bot. So fragten sie musikalisch „Was wären die Männer ohne Weiber?“ und verkündeten singend: „Ich brauche sechs bis acht Stunden Schlaf.“

Ein Protokoll mit scharfen Kommentaren zur Lokalpolitik feuerte Joachim Heizmann ab. Als Vorruheständler sprach CVB-Vorsitzender Klaus Fengel die großen und kleinen Probleme der Generation 50 plus an. Jede Menge Kalauer in der Bütt lieferten die „zwei Hochzeitsgäste“ Ralf Knöpp und Reiner Fenchel. Schunkelrunden zur Musik des Duos „Two Generations“ (Ralf und Nicole Weitzel) hielten die närrischen Gäste in Bewegung.

Quelle: op-online.de

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