Schumann-Schüler von Wanderausstellung sehr angetan

„Mathe“ mal mit Spaß begreifen

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Dennis, Moritz und Valerio (von links) aus der Klasse 6/3 der Joachim-Schumann-Schule Babenhausen betätigten sich als Baumeister bei einer Wanderausstellung des Gießener Mathematikums in Groß-Umstadt.

Groß-Umstadt/Babenhausen - Mathematik ist nicht unbedingt das Lieblingsfach der Schüler der Klasse 6/3 der Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen. Doch nun erlebten sie dieses naturwissenschaftliche Fach einmal ganz anders.

Vor Ferienbeginn unternahm die Klasse einen Ausflug nach Groß-Umstadt in die Sparkasse, dort machte das Mathematikum Station. Das „Mini“ für die älteren Kindergartenkinder und Grundschüler hat hier schon öfter seine Übungen und Experimente für zwei Wochen ausgestellt. Das Mathematikum für ältere Schüler ist das erste Mal hier. Es war gar nicht so einfach, einen Platz zu ergattern, deshalb war die Klasse die einzige aus Babenhausen.

Felix, Thalea, Marlon und Jason-Gilbert sind durchaus gemischter Meinung, wie ihnen das gefällt. „Wir mussten ein Viereck zum Schweben bringen“, erklärt Thalea die Übung. „Seitdem wir eine neue Lehrerin haben, ist Mathe besser geworden“, sagt Marlon. Jason-Gilbert hingegen kann Mathematik überhaupt nicht leiden. Das Lieblingsfach von Marlon und Jason Gilbert ist Sport.

Voll konzentriert sind hingegen Dennis, Moritz und Valerio. Sie haben ein Hochhaus gebaut. „Körper zum Selberbauen“ heißt die Übung, die viel Raum für Fantasie lässt. Die zweidimensionalen Teile aus Plastik können zu dreidimensionalen zusammengefügt werden, die sich dann weiter zusammen bauen lassen. Bei ihrem Turm müssen Dennis und Valerio schon auf einen Hocker steigen, um noch eine weitere Etage an ihrem Hochhaus anzubauen. „Wir könnten auch noch ein Stockwerk aufstocken, aber wir haben Angst, dass der Turm dann zusammenbricht“, sagt Moritz. Dem Trio gefällt der Ausflug in die Welt der Mathematik gut und sie mögen auch sonst das naturwissenschaftliche Fach. Anna hingegen hat eher eine Vorliebe für Sport. Aber sie mag auch gerne Englisch lernen.

„Viele Experimente der Ausstellung haben einen direkten Anwendungsbezug. Die Smarties und die Geschehnisfrequenz haben mit Statistik zu tun, der Geheimcode mit IT-Sicherheit und die Deutschlandtour mit Optimierung“, heißt es in einem Buch zur Ausstellung. Faszination Mathematik nennt sich die Wanderausstellung des in Gießen beheimateten Mathematikums, und sie kann mit vielen Übungen aufwarten. Erklärt wird beispielsweise der Goldene Schnitt, der auch in der Kunst eine große Rolle spielt.

Tina Becker und Andrea Grimm sind die Klassenlehrerinnen, letztere unterrichtet Mathematik, Becker Sport. Grimm war bereits im Mathematikum in Gießen, allerdings privat. Becker findet die Ausstellung super, „weil die Kinder etwas anfassen, selber etwas machen können und spielerisch an die Mathematik herangeführt werden.“ Beide Lehrerinnen würden sich solch eine andere Herangehensweise an Mathematik öfter wünschen. Ihnen ist auch bewusst, dass die meisten in ihrer Klasse nicht gerade Rechenfans sind. „Mathe ist anstrengend für das Hirn, das schreckt manche ab.“ „Viele machen nicht so gerne Mathe“, sagt Grimm, „es fällt ihnen nicht leicht“.

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Gerade deshalb finden beide Lehrerinnen den Ausflug in die Ausstellung in der Sparkasse sehr gelungen. „Das hat ja so nichts mit dem Unterricht zu tun“, sagt Grimm, „das ist nicht vergleichbar mit dem, was wir im Unterricht machen, das ist etwas Händisches, wo die Schüler mal etwas ausprobieren können.“

Dieses Konzept ist auch der Erfolg des Mathematikums, das nach vielen Nachfragen die Wanderausstellung konzipierte. 22 Klassen, hauptsächlich aus Schulen in Groß-Umstadt, aber auch Schaafheim, Reinheim oder Rödermark haben die Ausstellung während ihrer zweiwöchigen Station außer der 6/3 aus Babenhausen besucht. (zba)

Quelle: op-online.de

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