Gestutzter Sparwille

Schwimmbad: Statt 150.000 nur 50.000 Euro weniger Kosten

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Auch im kommenden Jahr können Schwimmer im Freibad entlang des ehemaligen Küstenmotorschiffs „Jenny“ ihre Bahnen ziehen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Stadtverordneten am Donnerstagabend.

Babenhausen - Die Heizung für das Badewasser bleibt zwar ganzjährig aus und die Besucher müssen sich auf höhere Eintrittspreise einstellen – aber das Babenhäuser Schwimmbad wird auch im kommenden Frühjahr wieder seine Pforten öffnen. Und zwar an sieben Tagen die Woche.

Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten am Donnerstagabend, dass der Vertrag mit dem Bäderservice Kahl um ein Jahr verlängert wird. Die Grundlage dafür, dass der Betrieb für 2017 gesichert ist. Vom Tisch sind mit dem Beschluss des CDU-Änderungsantrages einige Punkte auf der Einspar-Schreckensliste, die der Magistrat aufgrund der Beschlusslage hatte aufstellen müssen. Wie berichtet, hatten CDU und Freie Wähler mit ihrer Mehrheit im Stadtparlament ursprünglich gefordert, dass 150 000 Euro eingespart werden sollen, um das jährliche Defizit beim Schwimmbadbetrieb auf 500.000 Euro zu senken. Gestrichen werden sollen nun die Poolparty, Aquafitness, die Fahrradwache und eben die Beheizung des Badewassers. Kein Thema mehr sind eine kürzere Badesaison, drei wöchentliche Ruhetage und reduzierte tägliche Öffnungszeiten. Das Einsparvolumen beläuft sich damit auf nur noch zirka 50.000 Euro.

Die Eintrittspreise werden um den Faktor 1,33 angehoben. Eine Einzelkarte für Erwachsene würde dann statt drei, zukünftig wahrscheinlich vier Euro kosten, Kinder ab sieben Jahren zahlen 2,40 Euro (bislang 1,80 Euro).

Ob der Bäderservice Kahl auch nach 2017 das Schwimmbad betreibt ist offen. Denn der Magistrat ist beauftragt worden, die Betreiberdienstleistung neu auszuschreiben. Aufgenommen worden ist eine Ergänzung der Grünen, zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, das Schwimmbad in Eigenregie zu betreiben und was für Kosten entstehen würden. CDU-Abgeordneter Günther Eckert hatte in der Stadtverordnetenversammlung bereits die Idee angesprochen, eine Genossenschaft für den Freibadbetrieb zu gründen. (nkö)

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Quelle: op-online.de

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