Abtauchen im Schwimmbad

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Ab ins Freibad: Die fünf Badenixen tauchten pünktlich zur Eröffnung der beliebten Babenhäuser Freizeiteinrichtung im Schwimmerbecken ab.

Babenhausen - Mit dem Wonnemonat hat auch die Badesaison im Freibad begonnen. Petrus bescherte Wasserratten am 1. Mai einen unerwartet frühsommerlichen Tag, sodass gegen 14 Uhr bereits 250 Badegäste Liegewiese, Volleyballfeld und Schwimmbecken bevölkerten. Von Ursula Friedrich

Ganz Hartgesottene standen bereits Punkt 9 Uhr zur Eröffnung der Freibadsaison an der Eingangspforte. „Wir haben viele Stammgäste“, schmunzelte Betriebsleiterin Dalila Kahl. Sportschwimmer, besonders jedoch Rentner, die mehrfach wöchentlich ihre Bahnen ziehen, trotzten den noch frischen 23 Grad Wassertemperatur im Schwimmerbecken. Auch an Bord der „Jenny“ herrschte bereits Betrieb. Das neue Wahrzeichen des Babenhäuser Schwimmbads lockte auf seinem Sonnendeck zum Verweilen und Schlemmen.

In der Schiffskombüse wirbt eine neue Mannschaft um die Gunst der Gäste: Die Familien Rimkust und Weißner übernahmen das „Bordcatering“, nachdem die Unzufriedenheit der Badegäste mit den Bistropächtern im Vorjahr zur Kündigung des Pachtverhältnisses führte. „Wir wohnen in direkter Nachbarschaft zum Freibad“, erläuterten die Familien, dies bedeutet gute Bedingungen für die personelle Flexibilität. Während bei regnerischem Wetter nämlich kaum Badegäste kommen – trauriges Beispiel war der verregnete Sommer des Vorjahres – wird die Freizeiteinrichtung bei gutem Wetter förmlich überrannt.

Stadt hatte deutlich an der Gebührenschraube gedreht

Entsprechend groß ist der Hunger auf Pommes, Burger, Würstchen und Eiscreme. Um den Ansturm auf das Schiffsbistro abzufedern, soll daher nicht nur die Qualität der Bordküche verbessert werden, sondern an Wochenenden zusätzlich „an Land“, dem angrenzenden Grillplatz Deftiges vom Rost geboten werden.

Die guten Voraussetzungen für die Freibadsaison wurden jedoch auch von negativen Einflüssen getrübt. Die Stadt hatte deutlich an der Gebührenschraube gedreht und die Eintrittspreise angehoben. Trotzdem sei das Bad im Vergleich zu anderen Kommunen nicht teuer, meinte die Betriebsleiterin. An der Kasse zeichnete sich bereits ein starker Trend ab. Optimistisch, dass ein schöner Sommer ansteht, lösten viele Gäste bereits Dauerkarten für die ganze Saison.

Inhaber der Seniorencard zahlen weniger

Das Freibad ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist um 19.30 Uhr; mittwochs ist bereits ab 7 Uhr geöffnet. Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche zahlen für Einzelkarten 1,80 Euro (ab 17 Uhr 1,30), für Dutzendkarten 15 und für Dauerkarten 30 Euro. Erwachsene müssen für die Einzelkarte drei Euro hinlegen (ab 17 Uhr zwei). Die Dutzendkarten kosten 30 und die Dauerkarten 55 Euro. Inhaber der Seniorencard (A) zahlen weniger. Auf besondere Kritik war die Erhöhung der Familienkarte für zwei Erwachsene und drei Kinder gestoßen. Kostete diese 2011 noch 95 Euro, sind jetzt 135 Euro fällig.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte dem Anziehen der Preise ohne Gegenstimmen, aber bei ein paar Enthaltungen zugestimmt. Der städtische Zuschuss beträgt nach der Sanierung die nächsten Jahren nun 600 000 Euro. An Eintrittsgeldern hatte die Kommune jährlich im Schnitt 60 000 Euro eingenommen; jetzt hofft sie auf 10 000 mehr.

Quelle: op-online.de

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