Schwimmbad: SPD für externen Prüfer

Babenhausen - (st) Bleibt es bei den derzeitigen Planungen, werden die Babenhäuser im Sommer 2010 ein saniertes Familienbad mit einem Fischkutter als Hauptattraktion haben. Dies sehen die Planungen des Ingenieurbüros Bremer + Bremer vor.

Die Betriebskommission hat ein überarbeitetes Konzept vorgelegt, bei dem das Budget von 3,5 Millionen Euro eingehalten wird - so wie es die Vorgabe der Stadtverordnetenversammlung ist.

„Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Lärmschutzwand so teuer wird, dass neben dem Schiff kein Budget für zusätzliche Attraktionen oder für ein neues Kinderplanschbecken vorhanden ist. Auch die Solaranlage fiel dem Rotstift zum Opfer“, äußert die SPD in einer Stellungnahme. Die Architekten haben die Kosten für den Lärmschutz auf 345 000 Euro beziffert.

„Die SPD unterstützt ausdrücklich die von Bürgermeisterin Gabi Coutandin angekündigte Kontrolle der vorgelegten Kostenblöcke“, sagt SPD-Vorsitzender Wulf Heintzenberg. „Hierzu brauchen wir eine unabhängige zweite Meinung eines externen Beraters. Nachdem die Planungen bereits seit 2005 laufen, sollte jetzt in Zeiten leerer Kassen nichts übers Knie gebrochen werden.“

Nach Meinung der SPD müsse die abschließende Kalkulation wieder eine Solar-Anlage beinhalten. Dies sei ja gerade Sinn der Umbauplanung - statt einer reinen Renovierung - gewesen, die Attraktivität des Bades zu steigern und die laufenden Kosten über die Verwendung von Solarenergie und die Verkleinerung der Wasserfläche zu verringern.

Für die Grünen ist jetzt der Zeitpunkt zum Handeln gekommen: „Es liegt ein durchdachtes Planungs- und Sanierungskonzept vor, die Unterhalts- und Reparaturkosten laufen davon, die Kommunalaufsicht hat der 3,5 Millionen-Finanzierung zugestimmt. Für Babenhausen ist das Schwimmbad ein besonderer Anziehungspunkt, der nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf“, schreiben die Grünen. Vielmehr besteht jetzt sogar die Chance, im neuen geplanten Konjunkturprogramm in Hessen berücksichtigt zu werden. Hier sollen bei der Finanzierung kommunale Freizeiteinrichtungen und Sportstätten einbezogen werden. Die „konsequente Arbeit an der Vorplanung zum Schwimmbad“ werde dazu führen, dass diese Landesmittel schnell in Anspruch genommen werden könnten und mit dem Projekt einerseits Impulse für Handwerk und Gewerbe gegeben werden, und andererseits nachhaltig die Betriebskosten für das Schwimmbad gesenkt werden könnten.

Die Grünen sehen die neue Bürgermeisterin in der Pflicht. Die Stadtverordnetenmehrheit habe die Schwimmbadsanierung beschlossen, die Betriebskommission das Architektenbüro mit der konkreten Planung beauftragt - das Konjunkturprogramm begünstige einen Baubeginn schon gegen Ende der Badesaison. „Jeder Versuch, diese Mehrheitsbeschlüsse zu unterlaufen und damit wahrscheinlich das Ende des Schwimmbads auf mittlere Sicht einzuläuten, würde der an anderer Stelle erklärten Bereitschaft zur Zusammenarbeit widersprechen“, meinen die Grünen.

Quelle: op-online.de

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