Seebeben am Hardt-See

Sogar der Star-DJ wird nervös

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Gut gelaunte Festbesucher überall: Vor allem am Freitag strömte das Partyvolk an den Hardt-See.

Babenhausen - Die Halbinsel des Hardt-Sees platzt beim „Seebeben“ vor allem am Freitag aus allen Nähten. Der Gewinn fließt in den Babenhäuser Jugend-Handball.

Vorbeben am Donnerstag, heftige Erschütterungen am Freitag, noch immer starkes Nachbeben am Samstag: So lässt sich der Verlauf der sechsten Auflage des „Seebebens“ am Wochenende zusammenfassen. Drei Tage lang veranstalteten die Babenhäuser Rot-Weiß-Handballer das Spektakel am Hardt-See (Sickenhöfer See), dessen Partyareal auf der Halbinsel auch aufgrund optimalen Wetters vor allem am Freitagabend aus allen Nähten platzte.

Am Donnerstag leitete die Rot-Weiß-Crew die größte Babenhäuser Fete am Wasser mit einer Afterwork-Party ein. Bereits hier ließen es sich ab dem frühen Abend mehrere hundert – altersmäßig bunt gemischte – Besucher gut gehen. „Der Donnerstag lief sogar besser als erwartet“, resümierte „Seebeben“-Sprecher und Mitorganisator Wolfgang Kettler von den Rot-Weißen. „Tailormade mit ihren Klassikern haben musikalisch gut gepasst“, meinte er mit Blick auf die Seligenstädter Band des Auftaktabends. Hier habe insgesamt eine „gemütliche Atmosphäre“ geherrscht.

Eher zum Massenevent wurde die Beachparty am Freitag. Zwar gab der Veranstalter keine genauen Besucherzahlen bekannt, mit einer Schätzung von 3000 meist unter 30 Jahre alten Gästen allein für diesen Teil des „Seebebens“ gehörte man jedoch eher zu den konservativ Überschlagenden. Besonders am späten Abend bildeten sich vor dem Einlass lange Schlangen.

Seebeben: Beach-Party in Babenhausen

Auf dem Gelände tanzte sich das Partyvolk währenddessen bereits warm. Der Auftakt mit DJ Vim, unter anderem bekannt von Planet Radio, hätte nach dem Gusto so manchen Besuchers durchaus auch bis zum Abschluss weit nach Mitternacht währen können. „Er hat die Messlatte sehr hoch gelegt“, freute sich Kettler über den tatsächlich gelungenen Griff. DJ Vim ließ fast vergessen, dass backstage der eigentliche Star am Plattenteller noch in den Startlöchern stand: Der 30-jährige Kölner David Wessel alias DJ Mashup-Germany blickte doch wahrlich etwas angespannt auf die große Aufgabe, die sich bereits auf dem Siedepunkt befindende Stimmung zu halten. „Hinter den Kulissen war er einigermaßen nervös“, sagte Kettler. „Er wusste, dass es hart wird, noch einen draufzusetzen, hat es aber geschafft.“

Legte die Messlatte hoch: DJ Vim, bekannt von Planet Radio.

Mit Blick auf die Babenhäuser Nachtruhe klang die Beachparty wenige Stunden darauf aus. „Um 1.30 Uhr haben wir die Musik wesentlich reduziert“, so Kettler, der am Wochenende neben 250 weiteren Helfern plus professionellen Sicherheitskräften für den weitestgehend reibungslosen Ablauf sorgte. „Hier und da gab es am Freitag kleine Aussetzer, insgesamt ist es aber friedlich geblieben“, lautete sein Fazit. Erneut starker Zuspruch, obgleich nicht an die Besucherströme des Freitags heranreichend, verzeichnete das Beachfestival mit den Bands U-Turn und Boom Gang am Samstag. Das Konzept eines Newcomer-Festivals hatten die „Seebeben“-Macher nach den ersten Jahren aufgegeben, weil die weitestgehend unbekannten Bands weniger Gäste als erhofft gezogen hatten. Unterstützung erhielten die Handballer an allen Tagen von Mitgliedern anderer Vereine der Stadt: „Das ist in Babenhausen ein Geben und Nehmen“, so Kettler. „Zum Beispiel haben uns Mitglieder der Feuerwehr unterstützt, denen wir bei deren Fest wiederum technische Hilfestellung geben.“

Bilder vom diesjährigen Seebeben

Seebeben: Beach-Party am Hardt-See

Als Lohn für den ehrenamtlichen Einsatz gab es freien Eintritt am gesamten Wochenende. Mit Ausnahme eines Weinstands stemmten die Rot-Weißen und ihre Helfer die Getränkestände allesamt selbst, holten sich beim Essen den Profigastronomen vom „Schwartzen Löwen“, der auch Sponsor des Babenhäuser Handballs ist, ins Boot. „Wir selbst könnten nur Wurst und Pommes“, gab Kettler zu. Der Gewinn des „6. Seebebens“ fließt wieder in die Vereinsarbeit der Rot-Weißen, insbesondere in die Nachwuchsförderung.

Quelle: op-online.de

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