Wieder Treffen in größeren Gruppen möglich

Das Juz in Babenhausen bietet wieder Aktionen an

das Anlegen eines Blühbeetes –Sozialpädagoge Günther Titz und Lukas bei der Arbeit – standen beim Aktionstag auf der Agenda.
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Blumentöpfe bemalen und das Anlegen eines Blühbeetes standen beim Aktionstag auf der Agenda.

Allgemeines Durchatmen: Seit Freitag (28.5.) gilt im Landkreis die zweite Stufe des Lockerungsplans der hessischen Corona-Verordnung. Das bedeutet auch für Kinder ein Zugewinn an Freiheiten.

Dementsprechend war bei der Aktion „Wir pflanzen eine Blühwiese für Bienen und Insekten“ der städtische Kinder- und Jugendförderung die Gruppengröße nicht mehr so streng reglementiert. Die bisherige Vorgabe „Vier Kinder plus ein Betreuer“ bei Gemeinschaftsaktivitäten war am Freitagnachmittag aufgehoben.

So wuselten sechs Kinder gut gelaunt neben dem Jugendzentrum herum, streuten Blumensamen in Reihen in die Erde eines zuvor angelegten Beetes und bemalten Blumentöpfe. „Diese kleinen Blumentöpfe können sie später mit Erde und Samen gefüllt mit nachhause nehmen und dann beim Wachsen zuschauen“, sagte Petra Sieg von der Jugendförderung, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Günther Titz die Pflanzaktion betreute.

Freie Plätze bei den Sommerferienspielen

Dass jetzt durch die Lockerungen wieder mehr möglich ist, freut auch Lara Kresz, die stellvertretende Leiterin der Jugendförderung: „Ein Mädchen hatte heute seine Freundin mitgebracht, die hätten wir bisher wegschicken müssen, aber da wir jetzt in Stufe 2 sind, durfte sie bleiben. Und im Freien ist jetzt auch ohne Maske erlaubt.“ Viele Kinder sehnen sich nach Freizeitaktivitäten und Gemeinsamkeit mit anderen, wissen die Mitarbeiter der Jugendförderung, die jetzt wieder richtig durchstarten wollen. Geplant seien beispielsweise ein Ausflug zu den Przewalskipferden oder auch eine Eselwanderung. „Unsere Ferienfreizeit für 16 Kinder war gleich ausgebucht“, erzählt Kresz. Für die Sommerferienspiele unter den Motto „Klimaschutz – Go Green“ wird die Anmeldefrist bis zum 13. Juni verlängert, denn sie sind noch nicht ausgebucht. „Von den 200 erlaubten Plätzen sind bisher 100 vergeben. Möglicherweise sind viele Eltern verunsichert und haben ihr Kind deshalb nicht angemeldet“, sagt Kresz.

Blumentöpfe bemalen, hier die zehnjährige Tamina, und das Anlegen eines Blühbeetes – standen beim Aktionstag auf der Agenda.

Im vergangenen Sommer habe man trotz Pandemie sichere Ferienspiele mit 75 Kindern durchgeführt. Die haben sich von den sonst üblichen Ferienspielen natürlich sehr unterschieden. Große, gruppenübergreifende Aktivitäten waren gestrichen und die Gruppen waren auf sechs Kinder plus ein Betreuer reduziert. Vor Corona waren in der Regel 16 Kinder in einer Ferienspiel-Gruppe mit zwei Betreuern.

Da nicht klar sei, wie die Pandemie-Situation Ende der Sommerferien ist, habe man zwei verschiedene Konzepte eingereicht. Also eins mit der stark reduzierten Gruppengröße und entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen und ein entspannteres, das sich an den klassischen Ferienspielen orientiert. „Beide Versionen sind genehmigt worden und wir werden wohl je nach Lage eine Mischform anbieten. Mal schauen, was dann sinnvoll ist. Auf jeden Fall können wir so flexibel reagieren“.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit bestimmen thematisch das ganze Jahr der Jugendförderung (wir berichteten) und nicht nur in Babenhausen. Denn erstmals haben sich kommunale Kinder- und Jugendförderungen zusammen mit der Kinder- und Jugendförderung des Landkreises einen gemeinsamen Themenschwerpunkt für ihre Aktionen und Projekte gesucht, nämlich „Klimaschutz“.

Das gemeinsame Jahresmotto und der lange Aktionszeitraum bis Ende des Jahres sollen viel Platz bieten, um gemeinsam erste Schritte in ein nachhaltigeres Leben zu etablieren und Kindern und Jugendlichen hierbei „Gehör“ und Raum zu verschaffen, so die Idee des Aktionsbündnisses. Die Angebote in den neun beteiligten Landkreis-Kommunen sind vielfältig: So finden sich beispielsweise Müllsammelaktionen, das Anlegen einer Insektenwiese, Baumpflanzungen, Upcycling und nachhaltige Bastelprojekte, aber auch Beiträge zum theoretischen Austausch, im bunten und vielfältigen Programm wieder. (Petra Grimm)

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