Selbstständiges Leben

Diakonie eröffnet Migranten-Beratung in der Altstadt

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Direkt am Marktplatz hat das Diakonische Werk eine Beratungsstelle für Migranten eröffnet. Christiane Hucke verdeutlichte die Arbeit mit Fotos an einer Wäscheleine.

Die Beratungsstelle der Diakonie am Marktplatz hat schon vor einiger Zeit ihre Arbeit aufgenommen. Nun ist sie auch offiziell eingeweiht worden. Diakon Dennis Kramer hatte die Ehre, die Gäste zu begrüßen und damit die Einweihungsveranstaltung zu eröffnen.

Babenhausen –  Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht (CDU) freute sich in Vertretung des Bürgermeisters Joachim Knoke und des Magistrates über „das Domizil im Zentrum der Stadt“. Gerade die Nähe zum Rathaus mache auch eine Unterstützung leicht. Viele Personen, die zur Klientel des Beratungszentrums der Diakonie gehörten, fragten erst im Rathaus um Hilfe und Unterstützung nach.

Martha Prassiadou, zuständig für die Migrationsberatung von erwachsenen Zuwanderern in der Geschäftsstelle der Diakonie in Frankfurt, gratulierte nicht nur, sondern erläuterte auch die Aufgaben der Babenhäuser Kollegen. Als Geschenk hatte sie einen Granatapfel mitgebracht, der stehe für Fruchtbarkeit – eine fruchtbare Arbeit wünsche sie auch der neuen Beratungsstelle.

Babenhausen: Zusammenarbeit mit Behörden und Netzwerkarbeit

2005 sei die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) von der Diakonie ins Leben gerufen worden. Sie richtet sich an Neuzugewanderte ab dem 27. Lebensjahr, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten. Das Hauptziel sei es, den Migranten ein selbstständiges Leben in Deutschland zu ermöglichen. Die Arbeitsbereiche seien vielfältig, von der Einzelfallbetreuung über die Suche nach Integrations- und Sprachkursen, Informationen zur Job- und Wohnungssuche, bis hin zur Anerkennung von im Heimatland gemachten beruflichen Abschlüssen reichten die Themenfelder unter vielen anderen. Wichtig sei aber für die Diakoniemitarbeiter auch die Zusammenarbeit mit den Behörden und die Netzwerkarbeit mit anderen Institutionen oder Vereinen.

Ein Geschenk gab es von Ersten Stadtrat Reinhold für Diakon Dennis Kramer.  Rupprecht ©zba

Kreis-Sozialdezernentin Rosemarie Lück betonte ebenfalls die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen. Hier wirkten neben der Diakonie auch der Landkreis und die Stadt, um eine Zukunft für die Migranten möglich zu machen. Insgesamt habe sich Babenhausen in den letzten Jahren in den sozialen Themenbereichen sehr positiv weiterentwickelt. Lück nannte ausdrücklich die frühkindlichen, die vorschulischen und außerschulischen Beratungsangebote, aber auch geschlechtsspezifische Begegnungen sowie die Vernetzung verschiedener Gruppen.

Babenhausen: Hilfe beim Zurechtfinden in den Strukturen

Marijke Eppendorfer, die in der Beratungsstelle hauptsächlich den Dienst versehen wird, stellte sich kurz vor. Sie arbeitet seit 25 Jahren als Sozialpädagogin. In Darmstadt hat sie schon eine halbe Stelle in der Schwangerenberatung inne. Da ihre Kinder mittlerweile groß sind, war sie offen auch für neue Aufgabenbereiche und übernahm die Aufgabe in Babenhausen. „Ich will den Menschen helfen, sich in den Strukturen hier vor Ort zurechtzufinden“, betonte sie.

Grußworte gab es von Manfred Lautenschläger von der evangelischen Kirche, Pfarrerin Andrea Rudersdorf und von Winfried Klotz, dem Vermieter, der sich glücklich schätzt, dass sein Haus aus dem Jahr 1691 wieder einen Mieter gefunden hat.  

zba

Quelle: op-online.de

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