Auf Senioren einstellen

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Sehr angetan vom Programm zum Seniorennachmittag der Stadt waren die rund 200 Besucher in der Stadthalle.

Babenhausen (pg) - „Sie werden noch gebraucht“, war die Botschaft der Ansprache von Bürgermeisterin Gabi Coutandin bei der städtischen Seniorenfeier am Samstagnachmittag in der weihnachtlich dekorierten Stadthalle.

Die älteren Bürger seien wegen ihrer vielfältigen Kenntnisse und Kompetenzen, die sie sich im Laufe ihres Lebens im Beruf und Ehrenamt angeeignet hätten, wichtig für die Gesellschaft. Die Bürgermeisterin forderte die Senioren auf, sich auch weiterhin in Vereine oder soziale Einrichtungen wie den Lebensmittelpunkt einzubringen, wo ehrenamtliches Engagement gefragt sei.

3200 Senioren leben in ganz Babenhausen, davon etwa die Hälfte in der Kernstadt. „Es ist auch eine Zukunftsaufgabe der Stadt, sich bei Planungen auf die älteren Bürger einzustellen“, sagte Coutandin und nannte als Beispiel das Absenken der Bordsteine. Man habe in den letzten Monaten ein Sportentwicklungskonzept entworfen, das sich der Frage stellt, wie die Senioren stärker in die Angebote einbezogen werden können, um fit und gesund zu bleiben. Das neue Seniorenheim, das derzeit in Babenhausen gebaut wird und im kommenden Sommer fertig sein soll, sei ein zusätzliches Angebot neben dem bestehenden Seniorenzentrum in Harreshausen. Beide Einrichtungen ermöglichten „da zuhause zu bleiben, wo man immer schon gewohnt hat“, so die Bürgermeisterin, die darüber informierte, dass die Sozialstation Babenhausen-Schaafheim auch in diesem Jahr bei der Qualitätsprüfung wieder mit der „Note 1“ abgeschnitten hat.

Dafür gab es Applaus von den rund 200 älteren Mitbürgern, die der Einladung zu Kaffee und Kuchen und einem bunten Unterhaltungsprogramm gefolgt waren. Ortsvorsteher Adolf Breer begrüßte die Gäste und moderierte das abwechslungsreiche Programm, das besinnliche, sportliche und humorvolle Beiträge bot. Er zeigte sich erfreut, dass die Senioren, obwohl in diesem Jahr keine persönlichen Einladungen verschickt wurden, „in gewohnter Stärke“ den Saal füllten.

Als älteste Bürgerin und ältesten Bürger, die mitfeierten, ehrte Monika Geiger vom städtischen Seniorenbüro die 93-jährige Margarete Lambert und den 89-jährigen Erich Ertelt mit einem Geschenk. Zur Einstimmung auf Weihnachten sang der Volkschor Sängerbund, unter der Leitung von Anne Paul, einige bekannte Lieder. Der Ortsbeirat und die Helfer des Roten Kreuz sorgten wie immer für die Bewirtung. „Ich habe heute extra nichts zu Mittag gegessen“, sagte ein Besucher augenzwinkernd zu seinem Tischnachbar, als die Kuchen- und Brötchenteller aufgedeckt wurden. Der Advent als Zeit der Vorfreude und Hoffnung war das Thema der besinnlichen Geschichte, die Pfarrerin Andrea Rudersdorf vorlas. Sie überbrachte die guten Wünsche der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden.

Auch die jüngsten Bürger der Stadt beteiligten sich und machten den Senioren damit eine große Freude. Zwischenapplaus und Gelächter gab es immer wieder bei der Theateraufführung der Viertklässer aus der Schule im Kirchgarten. Die Grundschüler hatten unter der Leitung ihrer Lehrerin Silke Schulz-Mandl das Stück „Der Tausch“ einstudiert, bei dem sogar einige Lehrer mitspielten. Mit Hilfe einer zaubernden Hexe tauschen zwei Kinder, die von der Schule die Nase voll haben und endlich erwachsen sein wollen, mit ihren Lehrern und Erwachsenen, die sich in die Schulzeit zurückwünschen, die Rollen. Nach einigen turbulenten Szenen sind aber alle Beteiligten am Ende froh, wieder ins eigene Leben zurück zu dürfen.

Für sportliche, schwungvolle Einlagen sorgten die TVB-Einradfahrer und die Tänzerinnen der TVB-Gruppe Akzeptanz. Musikalisch klang der gesellige Nachmittag dann mit dem Babenhäuser Blasorchester aus.

Quelle: op-online.de

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