Babenhausen

Sickenhöferin von Güterzug getötet

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Die Bahnlinie war für zweie inhalb Stunden gesperrt

Hergershausen - Ein 15 Jahre altes Mädchen ist am Hergershäuser Bahnübergang von einem Güterzug erfasst und getötet worden als Sie, trotz bereits geschlossener Schranke, ihrer Schwester über die Gleise folgte. Von Alexander Klug 

Sven Gellert klingt ein wenig ratlos. „Wir können uns auch nicht erklären, wie so etwas passieren kann“, sagt der Mann, der die Pressearbeit der Bundespolizei erledigt. Ein 15 Jahre altes Mädchen ist am Montag (16.02.2009) Früh am Hergershäuser Bahnübergang von einem Güterzug erfasst und getötet worden.

Gegen 7 Uhr und auf dem Weg zur Schule wollte sie ihrer drei Jahre älteren Schwester trotz bereits geschlossener Schranke über die Gleise folgen – dabei hat sie den Zug übersehen.

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„Im Prinzip ist so ein Güterzug groß“, erläutert Sven Gellert. Wie das Mädchen aus Sickenhofen ihn nicht bemerken konnte, kann er sich nicht erklären. „Der Güterzug aus Aschaffenburg muss ziemlich leise an den Bahnsteig heran gerollt sein“, meint der Polizeisprecher. Zwar leitete der Lokführer noch eine Schnellbremsung ein – doch konnte er nicht mehr verhindern, dass das viele Tonnen schwere Gefährt das junge Mädchen erfasste.

Wie der Pressesprecher sagt, habe sich die Bundespolizei darum gekümmert, dass die Angehörigen von Notfallseelsorgern betreut werden. „Da haben die lokalen und regionalen Polizeidienststellen die entsprechenden Kontakte“, weiß der Pressesprecher. Die Bundespolizei war zuständig, weil sich der Unfall auf dem Gelände der Deutschen Bahn ereignet hat.

Für die Untersuchung des Unfalls waren der Bahnübergang und die Strecke zwischen Dieburg und Dieburg ungefähr zweieinhalb Stunden für Autos und Zugverkehr gesperrt. „Da könnte es auch zu der einen oder anderen Verspätung gekommen sein“, meint der Polizeisprecher. Gegen Mittag lief der Betrieb am Hergershäuser Bahnhof wieder normal.

Quelle: op-online.de

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