Theatergruppe „SiLT“ bereitet sich auf Konzert vor

Mord im Museum

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Bei den Proben zum Stück „Mord im Museum“: Ein amerikanischer Museumsbesucher (Martin Hanschmann) mit Babenhäuser Wurzeln versucht der Wachsfigur des Hölzerlips (Walter Kutscher) das Schwert zu entreißen.

Sickenhofen - Mehr als nur das Pausenprogramm für das Serenaden-Konzert des Blasorchesters Babenhausen: Die Theatergruppe „SiLT“ probt zurzeit das historische Theaterstück „Mord im Territorialmuseum“, frei nach dem Roman des Babenhäusers Hans Heinrich Fengel. Von Walter Kutscher 

Das Blasorchester Babenhausen bietet gemeinsam mit dem Heimat- und Geschichtsverein (HGV) und das Sickenhöfer Laeientheater („SiLT“) ein einmaliges Ereignis am Territorialmuseum: Am Sonntag, 27. August, spielt das Blasorchester eine „Serenade am Museum“ und präsentiert aus seinem umfangreichen Repertoire eine bunte Mischung an bekannten Stücken aus Klassik und moderner Musik. Die Sickenhöfer Theatergruppe „SiLT“ führt in der musikalischen Pause ein historisches Theaterstück mit Bezug zur Gegenwart auf. Dabei dreht es sich um Totschlag, überlieferte Begebenheiten, Ahnenforschung und „Gebabbel uff de Gass“.

Frei nach dem Roman „Mord im Territorialmuseum“ vom Babenhäuser Hans Heinrich Fengel haben das Museumsteam um Ute und Georg Wittenberger und die Theaterspieler „SiLT“ ein Geschichte geschrieben, die sich um den Räuber Hölzerlips, seine Taten im Jahre 1811 und weitere Ereignisse bis zur heutigen Zeit dreht. In dem rund 40 Minuten dauernden Stück erfahren die Zuschauer vieles über die Begebenheiten vor rund 200 Jahren, als der Räuber mit seiner Bande an der Bergstraße eine Postkutsche überfiel und der Schweizer Kaufmann Johann Rieter dabei den Tod fand. Im obersten Geschoss des Territorialmuseums kann man zu dieser Geschichte die historischen Gegebenheiten nachlesen und anschauen.

Allerdings geht die Geschichte im Theaterstück noch weiter bis in die Gegenwart und es geschieht abermals ein Mord, aber diesmal im Museum. Bei der Aufklärung des Falles verschmelzen die Figuren aus Vergangenheit und Gegenwart und bis zur Aufklärung unterhalten Bänkelgesang, Tratsch im Hof und eifrige Kommissare im Stile eines Inspektor Colombo die Zuschauer. Zu sehen gibt es das Stück in der Pause ab zirka 17.45 Uhr. Die Musiker des Blasorchesters legen schon ab 17 Uhr los. Auch das Museum ist bei freiem Eintritt geöffnet.

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Die Fachwerkhäuser in der Amtsgasse bieten einen prächtigen Rahmen für die Aufführung. Nun hoffen die Musiker und Akteure für diese Freilichtaufführung noch auf bestes Wetter, damit das Publikum und die Akteure nicht „im Regen stehen“. Im Übrigen sind sich die Beteiligten einig, dass diese gemeinschaftliche Veranstaltung richtungsweisend sein kann für zukünftige Projekte des kulturellen Lebens in Babenhausen.

Nachdem seit Jahresanfang die Theatergruppe „SiLT“ neue Akteure im Team hat, plant die Gruppe für 2018 wieder ein Abendprogramm. Auch schon im kommenden Herbst kann bei den Seniorennachmittagen in Harreshausen und Sickenhofen geschmunzelt werden, wenn kleine Sketche das Programm bereichern.

Quelle: op-online.de

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