„Sie müssen Stärken betonen“

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Die Gersprenz und ihre Auenlandschaft - entlang des Flusses sollen besondere Erlebnispunkte entstehen.

Babenhausen ‐ Im Gleichklang mit anderen Kommunen geht vieles besser. Etwa beim Tourismus. Wenn sich mehrere benachbarte Städte und Gemeinden zusammenschließen - vernetzen, wie es heute heißt - kann jede Kommune davon profitieren. Von Stefan Scharkopf

Wo geht es hin im Tourismus in Babenhausen?, lautete eine der Fragen, die es jetzt im Sitzungssaal des Rathauses zu klären galt. Gekommen waren neben Vertretern der Stadt und der Parteien vor allem Vereinsvertreter. Dorte Meyer-Marquart vom Regionalmanagement Darmstadt-Dieburg stellte das Tourismuskonzepts des Landkreises vor und behielt dabei vor allem die Rolle der Stadt Babenhausen im Auge.

Wer besucht die Stadt? Vor allem Tagestouristen, die nach einigen Stunden wieder gehen, wenn sie durch die mit Fachwerkhäusern bestückten Straßen gewandelt sind. Besonders, so Meyer-Marquart, müsse es um die Binnentouristen gehen, jenen Leuten also, die unweit von hier leben und gleich, ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß ihre Freizeit in Babenhausen verbringen wollen.

Da die touristischen Ziele in der hiesigen Gegend aber zu wenige sind, komme es vor allem auf einen Zusammenschluss innerhalb der Region an. Beispiel: Babenhausen, Groß-Umstadt und Dieburg haben historische Stadtkerne. Die Nachbarstädte hätten bereits damit begonnen, das besonders in Szene zu setzen. „Sie müssen ihre Stärken betonen“, sagte Meyer-Marquart in Richtung der anwesenden Babenhäuser. Geworben werden könne etwa mit einer Tour durch alle drei Kommunen, wobei jede einzelne etwas davon hat.

Wassererlebnisbad an der Gersprenz

Es gehe darum, die Marketingmaßnahmen auf zentrale Ziele zu konzentrieren, eine Aufgabe beispielsweise der Odenwald Tourismus GmbH, der Babenhausen beigetreten ist.

Von besonderer Bedeutung sei dabei das Wassererlebnisband Gersprenz. Dazu wurde, wie berichtet, auch eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Babenhausen hatte den Wettbewerb „Angepasst im Klimawandel - Pilotraum gesucht!“ gewonnen. Daraus ist als Teilprojekt das so genannte „Wassererlebnisband“ entstanden. Hier geht es darum, ein breites Angebot an Erlebnissen rund um das Thema Wasser zu konzipieren und diese untereinander zu vernetzen, auch im Zusammenspiel mit den anderen Kommunen.

Das „Erlebnisband“ soll regionale Identität stiften, gleichzeitig wird das Wasser als wichtiges Potenzial für Lebensqualität, Freizeit, Tourismus, Einzelhandel und (Land-)Wirtschaft in den Mittelpunkt gerückt. Vieles ist zunächst noch virtueller Natur, einzelne Projekte müssen erst noch umgesetzt werden. Konkret für Babenhausen heißt das: Besonders die Harreshäuser Allee, die Stadtmühle, Wehre und Fischtreppen sowie die Kiesseen sollten in Szene gesetzt werden. Maßnahmen dafür werden von der EU gefördert. Private Träger, dazu zählen auch Vereine, erhalten 30 Prozent Zuschuss, öffentliche 60.

Quelle: op-online.de

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