Babenhausen-App

Smartphone ersetzt Stadtplan

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Ein Blick auf’s Rathaus: Thomas Kiesl von der Appschmiede und Sylvia Kloetzel, Fachbereichsleiterin Standortentwicklung, präsentieren das Highlight der App: „Augmented Reality“.

Babenhausen - Die Kernstadt wird modern. So scheint es zumindest, betrachtet man das neuste Projekt. Seit gestern ist eine Applikation, kurz App, für die Apple-Geräte iPhone und iPad auf dem Markt. Von Daniel Schmitt

„Die App ist ein weiterer Baustein, um neue Wege zu gehen und nicht stehen zu bleiben“, sagte Babenhausens Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Kostenlos werden den Nutzern in Zukunft Informationen über die Stadt, deren Veranstaltungen oder Sehenswürdigkeiten auf das Smartphone oder den Tablet-PC geliefert. Coutandin begründete den Schritt mit „einem riesigen Interesse bei der jungen Zielgruppe.“ Vor allem aber soll die App der Stadt zu einem neuen Image verhelfen. Das Motto: Wir sind die Ersten! Aus der Region hat sich bislang noch keine andere Gemeinde in diesem Bereich ausgetobt. „Wir sind modern und wollen das auch nach außen präsentieren“, sagt Sylvia Kloetzel, die Fachbereichsleiterin für Standortentwicklung.

Homepage der  Stadt für Smartphones optimiert

Im Kern ist die App, die von der Groß-Umstädter Firma Appschmiede entwickelt wurde, nichts anderes als die Homepage der Stadt - nur in einer für das Smartphone und Tablet optimierten Ansicht.

In acht verschiedenen Kategorien (Anreise, i-Punkt, Gaststätten, Events, Kunst, Schätze, Freizeit, Unterkunft) unterteilt, soll die App möglichst schnell einen Überblick über Babenhausen liefern. „Sie ist vor allem an Touristen gerichtet, die sich schnell zurecht finden wollen“, sagte Coutandin. Diese grundlegenden Informationen werden durch ein Highlight ergänzt: „Augmented Reality“ - der erweiterten Wahrheit. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine nicht ganz neue Funktion, um sich losgelöst von üblichen Straßenkarten in einer Stadt zu bewegen. Mit der Technik von „Augmented Reality“ kann die Umgebung über die Handy- oder Tabletkamera erfasst werden. Im Display wird nun angezeigt, in welcher Himmelsrichtung sich mögliche Sehenswürdigkeiten befinden. „Man muss nicht erst auf einer Karte nach seinem Standort suchen“, erklärt Thomas Kiesl von der Appschmiede den Vorteil.

Fünf Monate Entwicklungszeit

Nach fünf Monaten Entwicklungszeit ist Kiesls Arbeit noch nicht beendet. Bislang können sich nur Apple-Kunden die Babenhausen-App herunterladen. Andere Betriebsysteme wie Android oder Windows Phone sind noch nicht kompatibel. „Dafür brauchen wir noch Geld aus dem Haushalt. Das soll aber nachgeholt werden“, sagt Coutandin. Aus Wettbewerbsgründen wurden keine Zahlen genannt, was das Projekt bislang gekostet hat.

Quelle: op-online.de

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