Tod im Solebecken: Krimi aus Darmstadt

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Mit Michael Kibler startet Reihe „Babenhausen liest ein Buch“

Babenhausen ‐ Amüsant und kurzweilig war die Abschlussveranstaltung beim 1. Babenhäuser Kunst- und Kulturwochenende, bei der der Autor Michael Kibler 45 Minuten aus seinem neuen Roman „Schattenwasser“ vorlas. Von Petra Grimm

Rund 50 Zuhörer fanden sich am Sonntag im kleinen Saal der Stadthalle ein, um dem Autor der Darmstadt-Krimis - der aktuelle ist der vierte einer Reihe - zuzuhören. Und der 47-jährige promovierte Germanist, der im Alter von 13 Jahren nach Darmstadt „gezogen“ wurde, wie er schmunzelnd sagte, verstand es sein Publikum zu fesseln. Mit ausgewählten Passagen, die er pointiert und mit wohlklingender Stimme vortrug, machte er sicher einige im Saal, die noch nicht zu seiner Fangemeinde gehören, neugierig auf seine Bücher. In einer Gesprächsrunde im Anschluss ging er mit viel Humor auf die Fragen seiner Zuhörer ein.

Die erfuhren, dass man mit dem Schreiben von Büchern selten reich wird. „Ich bekomme von jedem verkauften Buch fünf Prozent“, sagte Kibler, der neben der Schriftstellerei auf sein Einkommen als freier Texter angewiesen ist. Wie er auf seine Ideen komme und wie lange er an einem Buch schreibe, wollten die Babenhäuser von ihm wissen. Die Idee zu seinem neuen Buch, das mit einer tot im Solebecken des Darmstädter Jugendstilbads treibenden alten Dame beginnt, habe er bekommen, als er an eben diesem Solebecken stand und drei Leute beobachtete, die sich darin bewegungslos treiben ließen. „Ich habe mich gefragt, wie lange würde man hier wohl tot treiben, bis man gefunden wird“, erklärte er. Auch Meldungen im Radio oder andere alltägliche Gegebenheiten sind Ideenlieferanten für ihn. Es dauere etwa ein Jahr von der Idee bis zum fertigen Manuskript, sagte Kibler und erläuterte den Zuhörern den Entstehungsprozess und die fruchtbare Zusammenarbeit mit seinem Verlagslektor.

Die Lesung war der Start für die Veranstaltung „Babenhausen liest ein Buch“ im Winter, bei der bis zum 19. März an zwölf Terminen immer samstags ab 11 Uhr aus dem Buch gelesen wird. In Geschäften und öffentlichen Räumen werden bekannte Persönlichkeiten und Menschen wie du und ich das Buch „Schattenwasser“ von vorne bis hinten vorlesen.

Beim letzten Termin, bei dem Bürgermeisterin Gabi Coutandin im Rathaus liest, wird der Autor eine Autogrammstunde geben. Der Eintritt zu den Lesungen ist frei. Los geht es am kommenden Samstag, 13. November, im Weltlädchen. Am 20. November ist die Buchhandlung Auslese Gastgeberin, gefolgt vom Fotostudio Schemion am 27. November, vom Architekturbüro Schlösser am 4. Dezember, der Sparkasse am 11. Dezember und der Stadtbücherei am 18. November. Dann gibt es eine Weihnachtspause, ehe es am 8. Januar auf dem Marktplatz (bei schlechtem Wetter in Rathaus) weitergeht. Bei der Firma Guth Automobile wird am 22. Januar gelesen, am Hexenturm am 5. Februar (bei schlechtem Wetter im Innenhof der Stadtmühle), am 19. Februar im evangelischen Gemeindehaus. Weiter geht es am 5. März im i-Punkt im Rathaus und die letzte Lesung mit Autogrammstunde ist am 19. März im Rathaus.

Michael Kibler mit dem Darmstadt-Krimi „Schattenwasser“. Das Buch wird nun an mehreren Terminen von Bürgern vorgelesen.Foto: Petra Grimm

Quelle: op-online.de

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