Es sollen wieder Kinder einziehen

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Die Außenanlagen erinnern noch daran, dass das Schulhaus als Kindergarten diente - und wieder dienen könnte.

Harpertshausen - Nur noch vier Kinder – da zog die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2008 die Reißleine und stimmte der Schließung des Kindergartens im kleinsten Babenhäuser Stadtteil mit großer Mehrheit zu. Von Stefan Scharkopf

Das ehemalige Schulhaus stand bereits schon seit einigen Monaten leer. Die vier Mädels und Jungs waren zuvor in Langstadt untergebracht worden.

Jetzt werden sich die Stadtverordneten am Donnerstag (14.) erneut mit dem Kindergarten beschäftigen – und zwar mit der Wiederaufnahme des Betriebs. Es gibt seit einigen Monaten dazu ein neues Konzept, das auch mehrfach im Ortsbeirat und im Sozialausschuss behandelt wurde. Wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin auf Anfrage unserer Zeitung sagte, kann durch die Reaktivierung des Kindergartens Platz für sechs U3- und neun Ü3-Kinder geschaffen werden. Diese eine Gruppe würde organisatorisch an den Kindergarten Langstadt angegliedert und könnte im August 2013 starten.

Die Kinderflaute, die sich 2008 für Harpertshausen abzeichnete, gibt es derzeit nicht mehr. Im Ort werden wieder etwas mehr Kinder geboren, die Besiedlung des Baugebiets Am Dietweg wirkt sich auf die Kinderzahlen aus. So zeichnet sich nach Jahren wieder ein gute Auslastung ab. Geändert werden muss noch die Betriebserlaubnis – sie war nach dem Schließungsbeschluss nicht erloschen – und auf U3-Kinder ausgeweitet werden.

Um die ehemalige Schule, bzw. den einen großen Raum darin, wieder für die Mädchen und Jungs fit zu machen, muss die Stadt aber noch Geld in die Hand nehmen, beispielsweise bei den Toiletten. Auch eine Zwischenwand soll eingezogen werden, um ein Personalbüro einrichten zu können. Außerdem stehen noch weitere Renovierungsarbeiten an. Der Garten steht ohnehin noch zur Verfügung. Coutandin rechnet mit Kosten von um die 50 000 Euro. Ein Antrag auf Bezuschussung durch das Land Hessen wird gestellt.

Allerdings wird es in Harpertshausen keinen Ganztagsbetrieb geben, sondern lediglich eine tägliche Betreuungszeit von sechs Stunden. Ansonsten würde ein Schlafraum benötigt.

Derzeit wird das Gebäude vom Kindergartenbetreiber Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Abstellmöglichkeit genutzt. Es ist nun an den Stadtverordneten, über den Weiterbetrieb zu befinden.

Quelle: op-online.de

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