Sommertag mit Gänsehaut

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Das Konzert des Blasorchesters sorgte unter den Gästen für Gänsehaut

Babenhausen (ula) - Gänsehaut bildete sich bei den sommerlichen Temperaturen am vergangenen Wochenende wohl nur selten. In der schmucken Stadtkirche überliefen das Publikum angesichts des jüngsten Konzertes des Blasorchesters dagegen schon die ein oder anderen Schauer.

Der fulminante Vortrag von über 40 Musikern unter Regie von Dirigent Christoph Bernius war schlichtweg ergreifend. Ein musikalischer Streifzug durch populäre klassische Konzertliteratur – maßgeschneidert auf das Bläserensemble – verfehlte seine Wirkung nicht. Ganz ungewohnt ertönten im vollbesetzten Gotteshaus nicht nur Wiener Walzer und moderne Märsche – die Gäste pfiffen gar vor Begeisterung. Wunderschön harmonisch erklang da die „Morgenstimmung“ aus Peer Gynt (Edward Grieg), die in diesem Arrangement den völligen Verzicht auf die Streicher bravourös rechtfertigte.

Selbst einer der beliebtesten Konzertwalzer von Johann Strauß - „An der schönen blauen Donau“ - wurde als sinfonisches Bläserwerk mitreißend intoniert. Der gelungene Vortrag beliebter Melodien aus der Humperdinckschen Oper „Hänsel und Gretel“, dem „Barbier von Sevilla“ und „Wilhelm Tell“ (Rossini) sprachen für das hohe Niveau des großen Orchesters.

Temporeich und euphorisch, getragen und feierlich – die Musiker beherrschten die gesamte emotionale Partitur. Ein Konzert, wie es im Gotteshaus sicher noch nicht zu hören war, jedoch durchaus für die historische Kirche werben sollte. „Der Chorraum stammt von 1383“, informierte Moderator Klaus Mohrhardt, „und bewundern sie den geschnitzten Altar von 1515!“ Das altehrwürdige Kirchengebäude erstrahlte unter dem Spiel des Orchesters an diesem Tag in ganz besonderem Licht.

Quelle: op-online.de

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