Spätes Happyend für „K2-Projekt“

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Feierliche Schlüsselübergabe für die neue Markwaldhalle (von links): Landrat Klaus Peter Schellhaas, Joachim Schneider vom Planungsbüro Gerber und Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Langstadt - Die Bauplaner sprachen von einer K2-Maßnahme. Nicht etwa, weil Sanierung und Neubau der Markwaldhalle mit rund 3,1 Millionen Euro Kostenvolumen und 17 beteiligten Firmen Assoziationen zum zweithöchsten Berg der Erde weckte. Von Ursula Friedrich

K2 steht für das Konjunkturprogramm von Land und Bund, dessen Finanzspritze, rund 1,15 Millionen Euro, das Bauvorhaben erst ermöglichte. Viele Bürger, Vertreter aus Politik, Vereinen, Kirchengemeinden, Wirtschaft und Schulen freuten sich bei der offiziellen Einweihung der neuen Markwaldhalle am Freitagabend über das neue kulturelle und sportliche Herzstück der kleinen Gemeinde. „Es hat sich gelohnt“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann: „Die Halle ist ein gelungenes Beispiel für die Kombination aus Neubau und Sanierung.“

Das ehemalige Jugendheim wurde zur schmucken Kulturhalle modernisiert und umgebaut. Über ein ausladendes Foyer gelangen Sportler auch in die neue Sporthalle. Küche, Lager, Umkleiden und Sanitäranlagen, Technikraum und weitere Funktionsräume runden das Nutzungsspektrum des neuen Kultur- und Sporthalle ab.

Obwohl sich die Nutzungsfläche verdoppelt habe, würden sich die Unterhaltskosten Dank moderner Bautechnik nicht erhöhen, so Joachim Schneider , Projektleiter des Planungsbüros Gerber – lediglich für die Warmwasserzubereitung ist die alte Ölheizung weiter in Betrieb.

Landrat Klaus Peter Schellhaas lobte das Stadtparlament, in einer Zeit mit vielen wirtschaftlichen Turbulenzen zu seinem mutigen Schritt, das Bauvorhaben anzugehen. Im März 2009 hatte das Parlament grünes Licht erteilt, bereits im April wurde losgelegt.

„Eine Zeit , die vielen Beteiligten einiges abverlangt hat“, gestand Bürgermeisterin Gabi Coutandin. Sie dankte den Vereinen für ihre Solidarität, da viele Aktive des TSV Langstadt angesichts mangelnder Halle zum Nomadentum verdammt wurde. Auch für die 62 Schüler der Markwaldschule hat die Pendelei zum Schulsport nach Hergershausen nun ein Ende. Die druckfrisch erstellte, reich bebilderte Festschrift engagierter Langstädter sei außerdem ein schönes Beispiel für bürgerliches Engagement, lobte die Bürgermeisterin.

Für die Stadt war das Projekt ein fetter Brocken: Mit rund 1,15 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm, 450 000 Euro vom Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie einer Million aus dem Stadtsäckel schien das mit 2,6 Millionen Euro berechnete Bauvorhaben gestemmt – nun wurde das Projekt doch um einiges teurer.

Die fertige Halle inspirierte die Redner zu großen Emotionen: „Der schönste Tag meiner Amtszeit“, so TSV-Chef Harald Früchtenicht. „Ab morgen wird geturnt, gesprungen und ab und zu ein Lied gesungen“, reimte gar Ortsvorsteher Günther Eckert in karnevalistischer Manier des Protokollers. Und um diesen Beitrag abzurunden, wirbelte die Garde des TSV nach einem musikalischen Auftakt des evangelischen Posaunenchors mit einer flotter Tanzeinlage über die Bühne.

Quelle: op-online.de

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