Ab- und Umbaumaßnahmen

Spielplatz Potsdamer Straße: Noch keine Einigkeit

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Verbotszeichen zieren das Spielplatzschild an der Potsdamer Straße: Darunter (von rechts) „Zigaretten, Alkohol, Drogenspritze“, „Wildpinkeln“ und „Grillen“. Im Hintergrund ist das Klettergerüst zu sehen, das mittlerweile umgebaut worden ist.

Babenhausen - Als Wildpinklerspielplatz war das Areal an der Potsdamer Straße vor einem Jahr überregional in die Schlagzeilen gekommen. Noch sind nicht alle Streitpunkte geklärt. Von Norman Körtge 

Auf den ersten Blick scheint Gras über die Sache gewachsen zu sein. Dort, wo einst auf dem Spielplatz an der Potsdamer Straße der für Senioren gedachte Bewegungsparcours stand, sprießt üppig das Grün aus dem Boden. Der Parcours ist, wie angekündigt, abgebaut worden. Es war eines jener Zugeständnisse, die die Stadt bereits im vergangenen Frühjahr gegenüber Nachbarn gemacht hatte, vor dessen angrenzender Terrasse die Geräte aufgebaut worden waren (wir berichteten). Diese hatten zu dieser Zeit bereits das Verwaltungsgericht angerufen. Den Nachbarn ging es dabei nicht nur um den Standort des Bewegungsparcours sowie Lärmbelästigungen durch weitere Spielgeräte, sondern auch darum dass der Spielplatz flächenmäßig größer geworden sei als im Bebauungsplan ausgewiesen und eben kein reiner Kleinkindspielplatz mehr sei. Sondern eben ein Mehrgenerationenspielplatz, der 2015 eröffnet wurde. Aufgeteilt in drei Bereiche: Kleinkinderspielplatz, einem großen Areal für Sechs- bis 14-Jährige und die Geräte für die Senioren.

Dass allerdings noch nicht über alles Gras gewachsen ist, berichtet Bürgermeister Joachim Knoke auf Nachfrage. Dabei gehe es um die große, hölzerne Spielburg. Zwischen zwei Türmen war dort eine sogenannte Laufkatze montiert, mit der sich größere Kinder fortbewegen konnten. Verbunden allerdings mit mechanischen Laufgeräuschen, die zu den Beschwerden der Nachbarn führten. Daher war die „Laufkatze“ auch bereits im vergangenen Jahr abmontiert worden.

Zwischenzeitlich ist der Bereich zwischen den Türmen umgebaut worden. Über eine wackelige Balkenbrücke gelangt man auf ein Zwischenpodest, bevor es über ein Seilnetz auf den anderen Turm geht. Mit dieser Lösung können sich nach Aussage des Rathaus-Chefs die Nachbarn nicht anfreunden. Offensichtlich geht es um eine unterschiedliche Auslegung, was dort – nach dem vor einem Jahr stattgefundenen Vororttermin mit der Richterin – den Vereinbarungen nach hindarf. Oder auch nicht.

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Mittlerweile hängt auch ein neues Hinweisschild mit zahlreichen Verbots-Piktogrammen am Zaun des Spielplatzes. Explizit verboten ist das Wildpinkeln. Auch eines der Ärgernisse, die seinerzeit die Nachbarn angeführt hatten. Kindern hatten sich direkt an deren Gartenzaun erleichtert. Ebenfalls sind die Öffnungszeiten eingeschränkt worden. Ursprünglich war der Spielplatz bis 22 Uhr freigegeben, nun endet die Verweilzeit auf dem Areal um 20 Uhr. Der Forderung, den Spielplatz außerhalb der Öffnungszeiten abzuschließen, hatte Knoke eine Absage erteilt. Für solch einen Schließdienst gebe es keine personellen Kapazitäten.

Quelle: op-online.de

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