Sportlich Kugeln rollen lassen

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Das aktuelle „Holzfäller“-Team: Heinz Krug, Adi Willand, Dieter Dassinger (hinten von links), Herbert Willand, Karlheinz Radtke, Slavko Todic (vorne von links).

Babenhausen (pg) ‐ Seinen 40. Geburtstag feiert der Babenhäuser Kegelclub „Holzfäller“. Jeden Freitag treffen sich Heinz Krug, der Präsident der fröhlichen Truppe, Adi Willand, der Ehrenpräsident, Dieter Dassinger, Slavko Todic, Karlheinz Radtke und Herbert Willand in der „Keglerklause“, um in geselliger Runde die Kugel zu rollen.

„Sportlicher Ehrgeiz ist immer noch dabei“, sagen die Herren, die kürzlich anlässlich ihres Jubiläums gemeinsam einen fünftägigen Ausflug nach Galtür in Tirol unternahmen. Ein mehrtägiger Kegelausflug gehört jedes Jahr zum Programm, außerdem Radtouren und Grillabende.

Von den Gründungsmitgliedern des traditionsreichen Clubs sind nur noch die Brüder Adi und Herbert Willand dabei. Als der Club im Oktober 1970 aus der Taufe gehoben wurde, gehörten außerdem noch Werner Berz, Heinrich Göbel, Kurt Richter und Adolf Breer zum Team. In den Jahren nach der Gründung war der Club bis auf zwölf Mitglieder angewachsen. In den Anfangsjahren betrieben sie ihr Hobby auf den Kegelbahnen im „Deutschen Hof“, im Rasthof Rupp und in der Gaststätte Bretz, seit 1975 kegeln sie in der „Keglerklause“. Ab 1971 nahmen sie auch an den seit 1964 ausgetragenen Stadtmeisterschaften in Babenhausen teil und waren in den Folgejahren insgesamt fünfmal Mannschaftsmeister. Als Einzelmeister standen Adi Willand (1985), Herbert Willand (1996) und Heinz Krug (1999 und 2001) ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Sie erinnern sich gerne zurück an die Zeit, als die großen Keglerbälle, die mit der Meisterschaft verbunden waren, zum gesellschaftlichen Leben in Babenhausen gehörten. „Da kamen ja manchmal 400 Leute zum Ball“, sagt Herbert Willand. Viermal, davon zweimal zusammen mit dem Kegelclub „Hau-Ruck“, richteten auch die Holzfäller diese Großveranstaltung aus.

„2001 fand die letzte Stadtmeisterschaft statt. Es beteiligten sich einfach zu wenige und außerdem fand sich niemand mehr, der die Veranstaltung organisieren wollte“, bedauern die „Holzfäller“, die eine von ihnen gemanagte Stadtmeisterschaft mit einer Tombola für die Behindertenwerkstatt in Roßdorf verbunden hatten. Nach der Flutkatastrophe in Südostasien stellten sie im Jahr 2005 ein Benefizkegeln auf die Beine, das den SOS-Kinderdörfern dieser Region zu Gute kam.

Quelle: op-online.de

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