Fischsterben: Keine Anhaltspunkte auf Täter

Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein

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Babenhausen - Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat die strafrechtlichen Ermittlungen zum Fischsterben im Richer Bach vom März eingestellt. Dies hat der für den Umwelt- und Naturschutz verantwortliche Dezernent, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, jetzt mitgeteilt.

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„Alle Möglichkeiten, den Täter zu ermitteln, sind nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ausgeschöpft“, so Fleischmann. Die Ermittlungen seien ergebnislos verlaufen. Die Untersuchung der Wasserproben habe eine hohe Konzentration des Antibiotikums Sulfadiazin ergeben, was unter anderem in der Schweinezucht verwendet wird. Es sei von einem direkten Gülle-Eintrag in den Bachlauf auszugehen, die Gülle habe demnach dem Gewässer den Sauerstoff entzogen und so das Fischsterben verursacht.

Trotz der Ortung einer vermutlichen Einleiterstelle brachte die Untersuchung der Umgebung keine hinreichenden Anhaltspunkte auf die Täterschaft, es bestehe keine direkte Verbindung zu nahe liegenden landwirtschaftlichen Betrieben. Zudem seien keine Zeugen bekannt, die Auffälligkeiten beobachtet hätten. Selbst der bekannt gewordene Umstand, dass ein Mäster im Januar 750 Schweine mit Sulfadiazin behandelt habe, lasse nach Einschätzung der strafermittelnden Behörde nicht den Schluss zu, dass es sich hierbei um den Einleiter der Gülle handele, wurde dem Kreisumweltdezernenten jetzt mitgeteilt.

Der erste Befund der toten Tiere wurde am 11. März im Bereich des Pappelweges in Groß-Umstadt entdeckt. In den darauffolgenden Tagen breitete sich das Fischsterben bis nach Babenhausen und in die Gersprenz aus. Alles in allem waren Hunderte Fische verendet.

(st)

Quelle: op-online.de

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