Sportgelände Ostheimer Hang:

Stadt lehnt Widerspruch des SV Germania ab

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Ein Foto, das uns der SV Germania geschickt hat: Kinder eines Juniorenteams standen am Montagnachmittag am Ostheimer Hang vor verschlossenem Tor. Tags drauf stellte sich die Sache aber als Missverständnis heraus.

Babenhausen - Der SV Germania Babenhausen hat gegen die fristlose Kündigung des Pachtvertrages für das Sportgelände am Ostheimer Hang Widerspruch bei der Stadt eingelegt. Von Jens Dörr 

Anfang der Woche schien es fast so, als sollte der Konflikt zwischen der Stadt und dem SV Germania Babenhausen vollends eskalieren. Nach der fristlosen Kündigung des Pachtvertrages für das Gelände am Ostheimer Hang durch die Stadt wollte ein Juniorenteam des Fußballvereins wie gewohnt auf dem Sportplatz trainieren: Die Kinder standen aber vor einem verschlossenen Tor, das mit einer Kette zugesperrt worden war. Vermutete der Verein zunächst, die Stadt wolle die Germania-Teams nach der Kündigung nun in der Übergangsphase zu einem neuen Mietvertrag tatsächlich vom Gelände fernhalten und damit den Trainings- und Spielbetrieb torpedieren, stellte sich die Sache tags drauf als Missverständnis heraus. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag konnte der Verein am Ostheimer Hang wieder Fußball spielen.

Zur Ausgangslage: Vergangene Woche kündigte die Stadt dem SV Germania den Pachtvertrag für das Sportgelände am Ostheimer Hang fristlos. Als Grund führten der Magistrat in einem Schreiben an den Fußball-Verein sowie Bürgermeister Joachim Knoke in einem Gespräch mit unserer Zeitung an, die Germania habe die Pflege des Areals vernachlässigt. Der Verein wiederum sieht sich seit der Kündigung des Pflegevertrags durch die Stadt und die damit einhergegangene Streichung von 9600 Euro Vergütung jährlich nur noch für die Pflege bestimmter Teile des Geländes in der Pflicht. Nun hat der SV Germania Widerspruch gegen die Kündigung eingelegt – und die Stadt diesen Widerspruch postwendend abgelehnt.

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Da im Pachtvertrag keine Abmahnungsfrist vereinbart worden sei, müsse die Stadt auch keine solche einhalten, antwortete in Jürgen Deckarm der Fachdienstleiter für Hochbau und Stadtplanung auf ein entsprechendes Schreiben von Tihana Posavec-Hennigs, der Vorsitzenden des SV Germania. Für die Stadt führte Deckarm nochmals die Vorwürfe an den Verein auf, so die vernachlässigte Pflege des Außengeländes. Die Sichtweise von Posavec-Hennigs bleibt der bisherigen Linie des Vereins treu. Unter Verweis auf den einstigen Pflegevertrag schrieb sie an Deckarm: „Sie haben uns den Pflegevertrag zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Mit diesem Vertrag war vereinbart, dass die Germania unter anderem die Pflege der Hänge, der Leichtathletikanlagen, Mähen, Gebüsch und Baumrückschnitt übernimmt. Durch die Kündigung des Pflegevertrages tritt die Stadt wieder in die Schuld ein, diese Arbeiten zu erledigen.“

Auch zu den vorgeworfenen Schäden an der sich in einem schlechten, praktisch nicht nutzbaren Zustand befindenden Laufbahn, die die Stadt in Kürze für die Schulsport-Außensaison präparieren will, nimmt Posavec-Hennigs konkret Stellung: „Die Laufbahn wurde zuletzt vor einem Jahr abgezogen. Diese ist jedoch so abgenutzt, dass das Unkraut ganz schnell nachwächst. Da keine Drainage mehr vorhanden ist, bleibt das Regenwasser auf der Bahn liegen, was letztendlich dazu führt, dass die Bahn komplett voll Moos ist.“ Zur Dokumentation schickte die Vorsitzende an Deckarm entsprechende Fotos und ergänzte: „Bei den Baumfällarbeiten 2017 waren sehr große und schwere Maschinen im Einsatz. Diese Maschinen haben die volle Länge der Bahn für die Arbeiten befahren. Die Schäden der Laufbahn sind nicht durch uns entstanden.“

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Quelle: op-online.de

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