Immobilien-Verkauf

Stadt trennt sich von Gebäuden

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Die alte Schule in Harpertshausen.

Babenhausen - Die Stadt trennt sich aus Kostengründen von ein paar ihrer Immobilien. Verkauft werden die städtischen Wohnhäuser in der Seligenstädter Straße 6 bis 12 an eine Wohnungsbaugesellschaft. Von Stefan Scharkopf

Die Stadt erhält ein auf die Dauer von 20 Jahren befristetes Belegungsrecht für Sozialwohnungen. Das heißt, dass die Stadt bei Wiedervermietung freier Wohnungen mitspricht – dies soll auch dann gelten, wenn die Gebäude weiterveräußert werden. Die bisherigen Mieter sollen nach dem Umbau wieder eine Wohnung bekommen. Die Mietpreise entsprechen dabei höchstens den Sätzen, die durch das Amt für Grundsicherung bzw. durch die von der Kreisagentur für Beschäftigung definierten Bedarfsmittel gewährt werden. Dem stimmten alle Stadtverordneten bei einer Enthaltung in ihrer jüngsten Sitzung zu. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt.

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Zugestimmt hat die Versammlung auch dem Verkauf der alten Schule in Harpertshausen. Zum dauerhaften Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen nötig, die die Stadt – wie berichtet – mehrere hunderttausend Euro kosten würde. Der Kindergarten im Erdgeschoss, der nach seiner Stilllegung 2008 erst im September dieses Jahres wieder öffnete, soll weiter bestehen. Seit Jahren wird in den politischen Gremien über die Zukunft des Hauses beraten. Im Zuge des Verkaufs des alten Rathauses in Harreshausen wurde zwei potenziellen Interessenten auch die alte Schule in Harpertshausen angeboten – mit dem Hinweis, dass ein Verkauf nur oberhalb des Buchwerts (64.800 Euro) und mit der Auflage, das Gebäude in einer angemessenen Zeit zu sanieren, möglich ist.

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Nun geht das Gebäude für 75.000 Euro weg. Dem hat das Stadtparlament bei einer Gegenstimme und sechs Enthaltungen zugestimmt. Ein Antrag, den Verkauf zunächst zeitlich zu verschieben, fand nur drei Befürworter. Der neue Eigentümer verpflichtet sich, in den bestehenden Mietvertrag für den Kindergarten und die Außenanlagen einzutreten. Der Vertrag läuft sechs Jahre, für die Stadt gibt es aber ein Kündigungsrecht vor Ablauf der Frist. Die monatliche Kaltmiete beträgt fünf Euro pro Quadratmeter. Zudem ist der Käufer verpflichtet, die äußere Sanierung des Objekts bis spätestens fünf Jahre nach Erwerb fachgerecht erledigt zu haben. Sollte das nicht der Fall sein, hat die Stadt ein Rückkaufsrecht.

Quelle: op-online.de

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