Kostenintensive Immobilie: Frist läuft bis Ende Februar

Magistrat sucht Pächter für die Stadthalle

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Wohin geht es mit der Stadthalle? Die Verwaltung sucht nun aktiv einen externen Betreiber.

Babenhausen - Die komplette Stadthalle an der Bürgermeister-Rühl-Straße soll verpachtet werden. Hauptgrund: Die Stadt möchte die jährlichen Kosten reduzieren und die Räumlichkeiten besser ausgelastet wissen. Von Norman Körtge 

„Interessensbekundung“ – ein sperriger Begriff aus der Verwaltungssprache. Aber so heißt das Verfahren, das der Magistrat der Stadt Babenhausen nun mit einer öffentlichen Bekanntmachung auf den Weg gebracht hat. Gesucht werden geschäftstüchtige Menschen, die Interesse daran haben, die Stadthalle zu pachten oder in Erbpacht zu übernehmen. Es ist der Versuch der Stadt, einen hohen Kostenfaktor aus den Büchern zu streichen. Wie berichtet, hatte die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Herbst mit großer Mehrheit beschlossen, dass der Magistrat prüfen solle, ob ein externer Betreiber für die Stadthalle gefunden werden kann. „Es ist ein ernsthafter Versuch“ , sagt Bürgermeister Joachim Knoke auf Anfrage, wobei er auch einräumen muss, dass es nicht leicht sein wird, jemanden zu finden. Die wahrscheinlich größte Hürde: die hohen Betriebskosten. Diese belaufen sich auf zirka 250.000 Euro im Jahr und müssten erst einmal erwirtschaftet werden.

Auf vier Seiten, die der Redaktion vorliegen, beschreibt die Verwaltung unter anderem den 1984 auf 4 220 Quadratemetern errichteten Gebäudekomplex. Dieser sei „in einem gepflegten dem Alter entsprechenden Zustand“, heißt es. Verwiesen wird auf ständige Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen und es gibt den Hinweis, dass auch in den nächsten Jahren „öfters auch größere Reparaturen beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen“ erforderlich sein werden.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Detailliert listet eine Übersicht die 2015 entstandenen Kosten auf. Größter Batzen darin: 167.552 Euro für „Instandhaltung/ Wartung/ Sonstiges“ für die Stadthalle. Allerdings, so heißt es, beruhen die außerordentlich hohen Kosten auf einer Erneuerung der Saalbeleuchtung für 74.000 Euro. Wer sein Interesse an der Stadthalle bekunden möchte, ist nun aufgefordert, dies bis Ende Februar zu tun und dazu einen umfangreichen Businessplan einzureichen. Darin soll zum Beispiel das geplante Geschäftsmodell beschrieben sowie angestrebte Einnahmen mit Gegenüberstellung der Ausgabenseite skizziert werden. Auch muss eine konkrete Aussage darüber getroffen werden, wie in den Räumlichkeiten zukünftig städtische Veranstaltungen stattfinden und wie Vereine die Stadthalle nutzen können. Ebenso ist das dort beheimatete Jugendzentrum zu berücksichtigen.

Quelle: op-online.de

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