Startschuss für Altstadtquartier

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Zum ersten Spatenstich trafen sich die beteiligten Unternehmen und viele Besucher auf dem Gelände des künftigen Altstadtquartiers, dem ehemaligen Feuerwehrgelände.

Babenhausen - Zunächst wird der hintere Teil mit zwei Wohnhäusern bebaut. Gespräche über ein Ärztezentrum laufen derzeit noch. Von Ulrike Bernauer 

Ein ambitioniertes Ziel hat sich der Bauträger May aus Aschaffenburg gesetzt. Anfang 2016 sollen die ersten Bewohner in den Neubauten, die auf dem Altstadtquartier – dem ehemaligen Feuerwehrgelände in Babenhausen – entstehen sollen, einziehen können. Am Dienstagnachmittag wurde mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für den Baubeginn gegeben. Ab Donnerstag wird es ernst auf der Baustelle, die von der Planung durch das Architekturbüro Schlösser bis zu den ausführenden Firmen, wie der Baugesellschaft Kirsch aus der Umgebung kommen sollen, wie der Geschäftsführer der Firma May, Jürgen Baumstark, feststellte.

Gebaut wird allerdings erst auf dem hinteren Teil des Geländes, hier sollen zwei Wohnhäuser mit 21 Eigentumswohnungen auf vier Etagen entstehen. Wie der vordere Teil bebaut wird, ist noch nicht ganz klar. Laut Bürgermeisterin Gabi Coutandin werden Gespräche geführt mit dem Ziel, hier ein Gesundheits- oder Ärztezentrum zu etablieren. „Die Gespräche laufen noch, aber ich bin ganz zuversichtlich“, sagte Coutandin zu diesem Thema. Auch mit der Sozialstation sei man im Gespräch, die am bisherigen Standort aus allen Nähten platze. Nach den Vorstellungen, die auch die Stadt favorisiert, sollen im zweiten Bauabschnitt, also dem vorderen Teil neben dem gewünschten Ärztezentrum, ebenfalls noch Wohnungen entstehen.

Pro Wohnung ein Parkplatz

Die Geschichte des Geländes rekapitulierte Coutandin. Nachdem im Jahr 1991 die Feuerwehr an die Bouxwiller Straße zog, etablierte sich ein Parkplatz mit rund 40 Plätzen auf dem Gelände. Bereits im Jahr 2001 gab es einen Architektenwettbewerb, den die Stadtverordneten auslobten. Der Siegerentwurf sah schon damals ein Ärztezentrum, Wohnungen und den Sitz der Sozialstation für das Gelände vor. Nachdem kein Investor gefunden wurde, wurden die Pläne erst mal auf Eis gelegt.

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Nachdem sich nun zwei Investoren in der jüngeren Vergangenheit fanden, die Interesse an dem Gelände zeigten, entschied sich die Stadtverordnetenversammlung für den Investor May, dessen Planungen relativ nah an dem im Jahr 2001 favorisierten Entwurf lagen. Um die Möglichkeiten für eine Bebauung des Geländes zu schaffen, mussten neue Parkplätze angelegt werden. Schließlich sollten die 40 Parkplätze nicht ersatzlos entfallen, außerdem werden auch für die neuen Gebäude Parkplätze benötigt. Laut Bauträger May soll pro Wohnung im ersten Bauabschnitt jeweils ein Parkplatz entstehen. Wie die Lösung für den zweiten Bauabschnitt, den vorderen Teil aussieht, ist derzeit noch nicht bekannt. Zwischenzeitlich hat die Stadt allerdings 100 neue Parkplätze geschaffen, um den Verlust des „Feuerwehrparkplatzes“ mehr als zu kompensieren.

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Quelle: op-online.de

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