Sternenglanzfest im MorgenArtPark

Eine Streicheleinheit für Monozera

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Alles Einhorn: Der achtjährige Richard (Mitte) nahm dieses Steckenpferd von der Tombola mit nach Hause.

Harpertshausen - Gibt es Sternenstaub? Und kann man diesen vielleicht sogar essen? Beim Sternenglanzfest des Künstlerehepaars Jan Bürli und Monika Schlössiger in Harpertshausen ließ sich diese Fragen auf den Grund gehen. Vor fünf Jahren fand das Fest zum ersten Mal statt. Von Michael Just

Gefeiert wird stets am alten Wasserhäuschen, das das Paar vor geraumer Zeit zum MorgenArtPark umgebaut hat. Eingeladen waren alle Kinder und Erwachsene, die sich ein Stück Fantasie und kindliche Träume bewahrt haben. Im Mittelpunkt stand die Sternenkönigin: Mit Einbruch der Dunkelheit ritt sie auf einem Einhorn heran. Das Einhorn verkörpert in den Sagen und Mythen stets das Gute. Leider zerstörte die nasskalte und regnerische Witterung ein wenig die verwunschene Atmosphäre, die sich die Organisatoren erhofft hatten. Im Wasserhäuschen konnte dann jedes Kind einzeln an die Sternenkönigin, die mit einem goldenem Umhang und einer Vielzahl von ganz kleinen, brennenden Lämpchen verziert war, herantreten und einen Wunsch äußern. Das Naschen von ihrem Sternenstaub bedeutete, dass die Wünsche bald in Erfüllung gehen. „Den Sternenstaub kann man nicht kaufen“, antworte Bürli auf die Frage, woraus dieser bestehe. Mit der Vermutung eines gelben, zuckersüßen Sirups lag man aber ziemlich nahe dran.

„Die Sternenkönigin schützt das Recht zu träumen. Immer wenn ein Mensch aus dem Leben tritt, setzt sie am Himmel einen Stern für ihn und bewahrt damit seine Träume. Kommt ein neuer Erdling auf die Welt, bekommt er dieses Licht in die Augen und träumt den Traum weiter“, erklärt der Künstler. Um seine Aussage zu verstärken, hatte der Harpertshäuser seinen Schimmel in ein Einhorn verwandelt. Die weiße, 13-jährige Stute Monozera freute sich direkt neben der Sternenkönigin über eine Streicheleinheit. Der Name des Vierbeiners kommt nicht von ungefähr: Monoceros bedeutet griechisch Einhorn und steht für ein Sternbild südlich des Himmelsäquators.

Preise rund ums Einhorn

Auf dem Sternenglanzfest wartete sogar eine Tombola mit Preisen rund ums Einhorn. Dafür hatte Monika Schlösssinger ihre Einhorn-Sammlung aufgelöst. Die Lose für 50 Cent präsentierten sich zum Thema passend in Sternenform. Durch die derzeitige Ausbildung Schlössingers zur Erzieherin an der Pädagogischen Akademie des Elisabethenstifts in Darmstadt, waren auch acht ihrer Kolleginnen an der Ausrichtung des Festes beteiligt. Eine übernahm die Rolle der Sternenkönigin. Dazu gesellten sich zahlreiche Kinder der Kita „Waldkobolde“ in Ober-Roden, wo Schlössinger ihr praktisches Rüstzeug erwirbt.

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„Super. Sowas habe ich überhaupt noch nicht gesehen“, beschrieb Kati Lotz ihre Eindrücke zur Wunderwelt im MorgenArtPark. Ihre Tochter Paula (6) hatte die Ehre, die Sternenkönigin als Sternenkind zu unterstützen. „Für mich ist das heute das i-Tüpfelchen an vorweihnachtlicher Stimmung“, ergänzte Lotz mit Blick auf die Königin, der die Kinder ehrfürchtig gegenübertraten, als sähen sie das Christkind. Mit den Worten „Credendovides“ - „wer glaubt wird sehen“ und der Aufforderung, an Träume zu glauben und diese zu leben, machten sich Kinder und Eltern auf den Heimweg

Quelle: op-online.de

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