Stiche, Seile, Stricke

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Die Hergershäuser Kinderfeuerwehr mit ihren Betreuern Anette Gruber (hinten), Beate Wadephul und Pierre Gaudier.

Hergershausen (pg) - Der achtjährige Marcel und der siebenjährige Luca schauen sich gebannt die bunten Feuerwehrzeitschriften an und bestaunen die abgebildeten Fahrzeuge. Dass sie später Feuerwehrmänner werden wollen, steht für beide fest.

Sie gehören zu den Hergershäuser „Firekids“. Ende Mai, beim Jubiläumsfest der Jugendfeuerwehr im Stadtteil, wurde die Kinderfeuerwehr offiziell ins Leben gerufen.

Seit dem Ende der Sommerferien trifft sich die Gruppe regelmäßig, immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Kinder von sechs bis zehn Jahren sind eingeladen, dazu zu stoßen und mitzumachen. „Wir basteln, spielen draußen, machen Ausflüge. Wir haben den Kinderfeuerwehrtag des Landkreises in Modautal besucht und waren mit der Jugendfeuerwehr im Maislabyrinth in Groß-Umstadt. Ende September fahren wir mit dem Zug nach Babenhausen, um die Feuerwehr dort zu besichtigen“, erzählt Beate Wadephul, die die Bambini-Wehr gemeinsam mit Anette Gruber und Pierre Gaudier betreut. Alle drei haben Kinder, die sich in der Jugenfeuerwehr oder der Einsatzabteilung engagieren. Gaudier ist selbst aktiver Feuerwehrmann. Aber bei den Gruppenstunden geht es noch nicht so sehr darum, Feuerwehrwissen zu vermitteln. „Obwohl wir die Kinder an bestimmte Fertigkeiten heranführen. Beispielsweise werden sie nach einem halben Jahr lernen, Stiche und Knoten zu machen. Mit Seilen und Stricken zu arbeiten, macht ihnen Spaß. Wir machen auch Spiele, bei denen sie werfen lernen, denn die Schläuche werden ja geworfen, wenn man sie aufrollt“, sagt Beate Wadephul.

Die Idee für die Kinderfeuerwehr habe die Jugendfeuerwehr gehabt, sagt Anette Gruber. „Es geht darum, die Kinder so früh wie möglich für die Feuerwehrarbeit zu interessieren. Denn beim Fußball oder Turnen fangen sie auch sehr jung an und werden früh in den Verein eingebunden“, so Gruber. Interessierte Kinder sind eingeladen, unverbindlich bei einer Gruppenstunde im Feuerwehrhaus vorbeizukommen.

Quelle: op-online.de

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