Stoßstange an Stoßstange

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Wie an der Perlenschnur aufgereiht: Autos auf der B 26 im Stau.

Babenhausen ‐ Die Geduld der Autofahrer wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Rein nach Babenhausen oder raus - zu den Zeiten des Berufsverkehrs sind die Straßen regelrecht verstopft. Ob über die B 26 aus Richtung Dieburg, aus Schaafheim oder durch die Innenstadt in umgekehrter Richtung: Stoßstange an Stoßstange. Von Stefan Scharkopf

Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde und länger führen zu Verspätungen und damit zu Frust und Ärger.

Zahlreiche Beschwerden von genervten Autofahrern und betroffenen Geschäftsleuten sind inzwischen im Rathaus eingegangen. Die Stadtverwaltung hat sich mit schriftlichen und mündlichen Anfragen an das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Darmstadt gewandt, die Beschwerden übermittelt und in mehreren Gesprächen die Lage erörtert. „Die Drähte zwischen Stadtverwaltung und dem Straßenverkehrsamt als verantwortlichem Bauherrn laufen heiß,“ so Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Das ASV hatte in der zweiten Novemberwoche mit der Erneuerung von drei Ampelanlagen an der B 26 begonnen. Betroffen sind die Kreuzung an der B 26/L 3116 (Richtung Schaafheim) sowie eine Fußgängerampel. Derzeit wird der Verkehr mit provisorischen Ampeln geregelt. Das führt zu Problemen.

Technischer Defekt in der Anlage

Die Situation ist für alle Beteiligten unerfreulich“, sagt ASV-Pressesprecher Markus Schmitt, „für uns und für die Autofahrer.“ Während die alten Anlagen miteinander koordiniert geschaltet waren und so für zügigen Verkehrsfluss sorgten, hatte das ASV für den Zeitraum der Bauphase zunächst vorgesehen, die Ampeln verkehrsabhängig zu schalten. Dafür wurden Infrarot-Detektoren eingesetzt.

Problem: Wenn der Abstand zwischen den Autos zu groß wurde, schalteten die Detektoren einfach um. Das ist wohl häufig vorgekommen. Danach wurde versucht, die Anlage zu koordinieren und ein Signalprogramm zuzuschalten. In festen Umläufen wurden die Freigabezeiten der Ampeln aufeinander abgestimmt.

Am Montagabend sei ein technischer Defekt in der Anlage festgestellt worden. Gestern Nachmittag war eine Firma mit der Fehlerbeseitigung zugange. Aber: Auch wenn die Anlage jetzt fehlerfrei koordiniert werden kann, werde es wohl noch zu Staus kommen, weil eine optimale Koordination mit den Baustellenampeln nicht hundertprozentig funktioniere, so das ASV.

Zu den Staus trägt auch bei, dass die Bouxwiller Straße in Höhe der Brücke halbseitig gesperrt ist. Dort müsse eine Firma noch Arbeiten erledigen, die bei der Brückensanierung nicht in der geplanten Zeit fertig geworden sind, heißt es aus dem Bauamt. Die Arbeiten auf der Bouxwiller Straße sollen bis 15./16. Dezember erledigt sein. Auf der B 26 soll noch vor Weihnachten der Verkehr wieder flüssiger fließen.

Quelle: op-online.de

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