Betroffen sind Langstädter, Harpertshäuser und Kernstädter

Straßenbeitrags-Bescheide flattern ins Haus

+
Die Raiffeisenstraße in Harpertshausen wird derzeit grundhaft – inklusive Kanäle – erneuert. Der Grund dafür, dass den Harpertshäusern nun Beitragsbescheide ins Haus flattern.

Babenhausen - Bereits seit Wochen sind die Bauarbeiter des Babenhäuser Unternehmens Aumann in Harpertshausen am Schaffen. Genauer gesagt in der Raiffeisenstraße. Diese wollen die „Aumänner“ bis zum Jahresende grundhaft saniert haben.

Bedeutet: Nicht nur die Fahrbahn wird neu asphaltiert, sondern alle Versorgungs- und Entsorgungsleitungen darunter werden erneuert. Einen Teil der Kosten dafür werden die Harpertshäuser bezahlen müssen. Grund ist die Ende Dezember 2014 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen wiederkehrende Straßenbeiträge.

Nun werden die ersten Beitragsbescheide verschickt, teilt die Stadtverwaltung mit. Nicht nur die Harpertshäuser werden wegen der Raiffeisenstraße zu Kasse gebeten. Auch die Langstädter (Kleestädter Straße) und die Kernstädter (Ludwigstraße) erhalten Post aus dem Rathaus. Auch wenn die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, sind bereits 2016 Planungskosten entstanden, weswegen die Beiträge nun erhoben werden, wie es auf Nachfrage aus dem Rathaus heißt.

Rückblick: Für die Finanzierung der Erneuerung, des grundhaften Ausbaus und Neubaus von Straßen wurden bis zum Jahr 2007 von der Stadt Babenhausen einmalige Straßenbeiträge erhoben. Davon betroffen waren die Eigentümer, deren Grundstücke unmittelbar an die betroffene Straße grenzten. Dabei wurden die Grundstückseigentümer mit hohen Einmalbeiträgen von oft mehreren tausend Euro belastet, die kurzfristig zu zahlen waren. Mit dem 2014 beschlossenen Systemwechsel zu den „wiederkehrenden Straßenbeiträgen“ wird sich dies ändern.

Die entscheidende Änderung ist, dass zukünftig jährlich, abhängig von dem festgelegten Abrechnungszeitraum, Straßenbeiträge zu bezahlen sind, deren Beitragssatz sich jedoch in der Größenordnung von deutlich unter einem Euro je Quadratmeter Veranlagungsfläche bewegt, heißt es in der städtischen Mitteilung. Gezahlt werden muss nur, wenn in dem jeweiligen Abrechnungsgebiet – Kernstadt, Harpertshausen, Harreshausen, Hergershausen, Langstadt oder Sickenhofen – Straßen grundhaft erneuert wurden. Harreshäuser, Hergershäuser und Sickenhöfer werden aus diesem Grund diesmal nicht zur Kasse gebeten. Reine Reparaturarbeiten sind übrigens nicht beitragspflichtig und gehen weiterhin alleine zulasten der Stadt.

Bilder vom Kirchenfest in Babenhausen

Zur Berechnung: Veranlagt werden alle Grundstückeigentümer innerhalb eines Abrechnungsgebietes, also nicht nur die Eigentümer, deren Grundstück an die betroffene Straße grenzt (Solidargemeinschaft). Von den ermittelten Gesamtkosten wird ein festgelegter Gemeindeanteil abgezogen, da die Straßen im Abrechnungsgebiet auch als Durchgangsstraßen oder für den überörtlichen Verkehr genutzt werden.

Alle Grundstücke, für die in der Vergangenheit Erschließungsbeiträge, Ausgleichsbeiträge oder einmalige Straßenbeiträge bezahlt wurden, sind für 25 Jahre ab dem Entstehen der sachlichen Beitragspflicht verschont.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare