Ein Appell an die Menschlichkeit

Street-Art-Künstler stellt Graffiti-Werk am Juz fertig

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Sein Projekt „iamhuman“ hat Street-Art-Künstler Benjamin Olschewsky nun abgeschlossen.

Babenhausen - „Das lief komplett ohne Honorar, weil es mir eine Herzensangelegenheit war.

Es muss nicht immer nur ums Geld gehen!“ – Die Worte stammen von dem Street-Art-Künstler Benjamin Olschewsky, der nun sein Projekt „iamhuman“ an den Außenwänden der Stadthalle vollendet hat. Übersetzt bedeutet das soviel wie „Ich bin Mensch“ oder „Ich bin menschlich“. Vor rund zwei Monaten ging „Bensen Olsen“, so der Künstlername des 30-Jährigen, am Schachbrett den ersten Teil seiner Arbeit an. Die sechs Motive zeigen Kinder aus verschiedenen Erdteilen, darunter aus Kenia, Syrien, Somalia, Thailand oder Rumänien (wir berichteten). Mit dem Projekt will Olschewsky die Botschaft verbreiten, dass alle Menschen in einer Welt leben. „Für mich gibt es kein "ihr" und "wir", sondern nur ein "wir"“, sagt der Student für Marketing und Digitale Medien.

Nun nahm Olschewsky erneut die Sprühdose in die Hand und schloss die Serie ab. Das siebte und letzte Motiv zeigt den Projekttitel „iamhuman“ sowie die junge Babenhäuserin Nina, mit der sich für ihn als deutsches Mädchen der Kreis schließt. Die Idee zum Kunstwerk stammt von Olschewsky selbst. Mit ihr kontaktierte er die städtischen Kinder- und Jugendförderung, die von dem Anliegen begeistert war und bei den zuständigen Ämtern im Rathaus die Genehmigungen einholte, dass der gebürtige Langener, der seit eineinhalb Jahren in Babenhausen lebt, eine Fläche bekam und loslegen konnte. Die Graffiti-Werke entstanden im Stencil-Stil, das heißt mit der Verwendung von Schablonen.

Bilder: Tag der offenen Kaserne in Babenhausen

Gerne wäre der Künstler seine Arbeit mit Flüchtlingskindern angegangen. Da das Aufnahmelager in der Kaserne aber nicht mehr existiert, ging er seinen „Appell an die Menschlichkeit“ alleine an. Der Künstler hofft, dass viele Passanten seine Arbeit wahrnehmen, vor allem Kinder. „Gerade bei ihnen ist es wichtig, dass sie ohne Grenzen in den Köpfen aufwachsen“, so Olschewsky. (mj)

Quelle: op-online.de

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