Ein Stück Bahngeschichte bewahren

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So könnte das Signal nach der Restaurierung aussehen.

Babenhausen - (ale) Von Bemühungen des Heimat- und Geschichtsvereins um ein Signal der Bahn berichtet Vereinsvorsitzender Dr. Klaus Lötzsch: Es ist der Initiative von Kai-Uwe Werner vom Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen zu verdanken, dass ein 80 Jahre altes, ausgedientes Eisenbahn-Hauptsignal vor dem Verschrotten gerettet werden konnte.

Es soll nach sorgfältiger Restaurierung als „Industriedenkmal“ an geeigneter Stelle in Bahnhofsnähe wieder aufgestellt werden. In einer Gemeinschaftsaktion von Heimat- und Geschichtsverein, städtischem Bauhof und dem Bauunternehmen Aumann wurden zunächst sämtliche Teile des Signals abtransportiert und gesichert.

Über den aktuellen Stand der Restaurierung können sich Interessierte hier informieren

Obwohl das Signal schon einige Jahre ungenutzt auf dem Bahnhofsgelände gelegen hat, sind noch alle Teile vorhanden, sodass eine Rekonstruktion möglich ist, wie Kai-Uwe Werner versichert. Um ein funktionsfähiges Signal zu erhalten, müssten allerdings einige Teile ersetzt werden. Anstelle der ursprünglich verwendeten Propangaslaternen werden elektrische Signallaternen eingebaut. Um das Signal zu lackieren, muss es zunächst sandgestrahlt werden. Insgesamt ist eine Aufarbeitung vorgesehen, die das Signal wieder betriebsfähig macht, sowohl in seinen mechanisch-beweglichen Teilen als auch mit seinem nächtlichen Leuchten.

Bis zum Aufstellen des Signals ist aber noch ein weiter Weg. Kai-Uwe Werner, von Beruf Lokomotivführer, wird seine Beziehungen zu anderen Eisenbahnliebhabern sicher für Rat und Tat nutzen können. Auch hofft er auf Unterstützung durch heimische Firmen und letztlich auf weitere Unterstützung durch die Stadt Babenhausen.

Mit Hilfe von Bauhofmitarbeitern ist das 80 Jahre alte Signal geborgen und zur Sicherung abtransportiert worden.

Für die nahe Zukunft ist seitens der Bahn eine Neugestaltung des Bahnknotenpunktes Babenhausen in Planung. Aus Sicht der Stadt ist eine Neugestaltung des gesamten Bismarck-Platzes vorgesehen. Auch das in privater Hand befindliche Bahnhofsgelände soll in eine repräsentative Neugestaltung des Babenhäuser „Entrees“ einbezogen werden. Für das wiedererstandene Signal ließe sich sicher ein geeigneter Platz finden, wo es als „Industrie- und Verkehrsdenkmal“ an vergangene Zeiten erinnern könnte.
Mit den vorhandenen Erinnerungsstücken und Bildern aus alten Eisenbahn-Zeiten könnte der Heimat- und Geschichtsverein außerdem dazu beitragen, Räume im Bahnhofsgelände museal zu dekorieren. Denkbar ist auch die Aufstellung einer historischen Lokomotive mit Waggon, gut sichtbar auf einem der stillgelegten Gleise.

Quelle: op-online.de

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