„Südumgehung muss realisiert werden“

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Vernebelt war es gestern in ganz Babenhausen – auch auf dem ehemaligen Kasernengelände. Ähnlich schleierhaft ist auch seine künftige Nutzung. Darüber soll heute Abend bei einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses „Konversion Kaserne Babenhausen“ diskutiert werden.

Babenhausen (vs) ‐ Die Freien Wähler Babenhausen (FWB) teilen in einer Pressemitteilung die „große Sorge“ des Ausschussvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden der CDU, Friedhelm Sahm, zur ökologischen Qualitätszertifizierung der Baurahmenplanung der ehemaligen Kaserne.

Er habe besonders mit der Aussage Recht: „So kann es in keinem Fall weitergehen.“ Nach Ansicht der FWB hätten sich „die Versprechungen von CDU und Grünen mit ihren engen Kontakten zu den Nassauischen Heimstädten und den stets geheimnisumwitterten und bedeutungsvollen Äußerungen von Sahm, noch vor dem Wahltermin am 27. März einen tatsächlichen Gesamtinvestor zu präsentieren, in Luft aufgelöst.“

Die öffentliche Konversionsausschusssitzung Kaserne findet heute ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Der frühere CDU-Bürgermeister Rupprecht habe Steuergelder „verschwendet“  für Gutachten, Studien und Zertifizierungen und „immer abwegigere Planungen konstruiert, die eine vernünftige und pragmatische Lösung verhinderten.“ Die FWB hätten schon damals die Ansicht vertreten, dass die Entwicklung der Stadt wichtiger sei, als die der früheren Kaserne. Das umfangreiche „Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK)“ betrachten die Freien Wähler  als unrealistisch.

Bisherige Suche nach einem Investor nicht richtig

Sie hätten sich von Beginn an für eine rein gewerbliche und industrielle Nutzung des Kasernengeländes eingesetzt. So hätten sie einen Abriss der gesamten Wohnbebauung gefordert, da Babenhausen neue Gewerbebetriebe und Industrie mit möglichst vielen Arbeits- und Ausbildungsplätzen brauche.

Das Beschränken der Suche nach einem Investor, der das Kasernengelände als Ganzes übernehmen will, habe nach Ansicht der FWB gezeigt, dass es diesen Bewerbern in erster Linie um die Vermarktung des Wohnblocks gegangen sei. Deshalb sei dieser Weg nicht richtig.

Unabhängiger Projektentwickler soll Lösungen zeigen

Zur sinnvollen Nutzung und Vermarktung der Kaserne mit Gewerbe gehöre eine gute Verkehrsanbindung. Diese wäre durch die große Südumgehung gegeben. Sie müsse, so die FWB weiter, auf alle Fälle realisiert werden. Die im Konversionsausschuss festgelegte Qualitätszertifizierung könne „nur eine Wunschorientierung bei der Suche nach Investoren“ sein. Man sei nicht in der Situation, aus einer Fülle von anstehenden Bewerbern diejenigen zu verprellen, die diese Hürden nicht überwinden könnten. Aus Sicht der FWB wäre es sinnvoll, einen unabhängigen und erfahrenen Projektentwickler zu finden, der im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), und der Stadt eine realistische Lösung für das Kasernenareal entwickelt.

Quelle: op-online.de

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