„Südumgehung vorerst gestoppt“

Babenhausen (dsc) - Schlechte Nachrichten aus Wiesbaden: Bürgermeisterin Gabi Coutandin teilt mit, dass die Planungen zum Bau der großen Südumgehung vorerst gestoppt seien.

„Dieter Posch, hessischer Verkehrs- und Wirtschaftsminister (FDP), hat die weiteren Planungen und damit die Verwirklichung der großen Südumgehung auf unbestimmte Zeit verschoben.“

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„Südumgehung muss realisiert werden“

Enttäuscht sei sie über diesen Verlauf, so die Verwaltungschefin. Der Minister habe die Absage erteilt, noch bevor überhaupt das angestrebte überfraktionelle Gespräch beim Verkehrsminister stattgefunden habe, in dem die Notwendigkeit der Weiterplanung erläutern werden sollte.

„Erst wenn Trassenvarianten der Südumgehung feststehen, können wir Entlastungsmaßnahmen für besonders stark befahrene Straßenabschnitte planen. Und für die konkrete Entwicklung der Konversionsfläche brauchen wir im Interesse der Investoren Planungssicherheit,“ fasst die Bürgermeisterin jetzt zusammen.

Derzeit keine Ressourcen für die Planung

Entscheidend für den Stopp des Planungsprogramms nenne Posch die von den Bürgern mit großer Mehrheit beschlossene Schuldenbremse. In einem Ministerbrief teilte er laut Coutandin mit: „Die Hessische Landesregierung musste daher zur Konsolidierung des Landeshaushalts spürbare Einsparmaßnahmen treffen.“

Die verfügbaren Ressourcen würden nur noch für nahezu baureife Projekte verwendet werden. Weitere Planungsleistungen könnten erst zu einem späteren Zeitpunkt und lediglich mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten angestoßen werden. Auf einen Zeitrahmen habe sich der Minister nicht festgelegt. Ob Planungen zum Vorhaben „Südumgehung“ überhaupt noch gemacht werden könnten, hinge von der Finanzlage des Landesstraßenbauhaushaltes in den kommenden Jahren ab.

Das Gespräch zwischen Landrat Schellhaas, Minister Posch, Bürgermeisterin Coutandin sowie den Landtagsabgeordneten der Region musste aufgrund von Terminproblemen ins neue Jahr verschoben werden.

Quelle: op-online.de

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