Supermarkt fehlt in der Innenstadt

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Umfrage: Wie zufrieden sind die Babenhäuser mit den Einkaufsmöglichkeiten im Stadtkern?

Babenhausen ‐ Seit die zentral gelegene Tengelmann-Filiale in der Platanenallee vor einem halben Jahr die Türen schloss, ist der Einkauf in der Nähe des Wohnbereichs für viele Babenhäuser noch beschwerlicher geworden.

Gerade ältere Menschen haben Probleme, ihre Lebensmittel von den Supermärkten auf der grünen Wiese bis zu ihren eigenen vier Wänden zu transportieren. So geht es auch Elisabeth Müller: „Ich wünsche mir sehr, dass wieder ein anständiger Lebensmittelladen in der Innenstadt eröffnet wird, denn für mich sind die anderen Geschäfte alle viel zu weit draußen. Ich habe kein Auto und weiß gar nicht, wie ich dort hinkommen soll. Gerne bezahle ich dann auch ein bisschen mehr als beim Discounter.“ Die rüstige Dame spricht damit zahlreichen Menschen aus dem Herzen.

Doch auch jüngere Einwohner finden, dass die Fußgängerzone und ihre Umgebung wieder belebter sein sollten. Unsere Mitarbeiterin Jasmin Frank fragte nach, welche Anregungen sie zu den Einkaufsmöglichkeiten haben.

Marvin Freund, Sickenhofen:

Marvin Freund

„Meiner Meinung nach fehlt hier in Babenhausen ein Technikladen. Wenn man etwa Computerspiele oder etwas für die Konsole kaufen will, muss man immer bis nach Darmstadt oder Aschaffenburg fahren. Das ist für einen Schüler ohne Auto natürlich ganz schön langwierig. So hätten die Jugendlichen dann vor Ort eine Anlaufstelle für die Dinge, die sie gerne kaufen.“

Beate Klawonn, Babenhausen: „Ich finde, dass unbedingt wieder ein Lebensmittelgeschäft hier im Zentrum angesiedelt werden sollte. Ich habe früher auch immer bei Tengelmann eingekauft, zwar nicht den Wocheneinkauf, aber doch regelmäßig das, was ich noch brauchte. Nun muss ich für alles und jedes ein ganzes Stück weit fahren. Auch wenn ein solcher Laden dann keine Discounterpreise anbieten kann, sollte er aber doch nicht zu teuer sein.“

Alexander Huwa, Babenhausen: „Ich bin zufrieden mit dem Angebot, das einem hier in der Fußgängerzone geboten wird. Es gibt ja viel Auswahl, so kann ich in die Apotheke gehen oder den Brillenladen nutzen. Auch meine Frau Natalia kauft gerne in der Innenstadt ein, beispielsweise Kleidung.“

Sinan Demir, Babenhausen:

Sinan Demir

„Ich weiß genau, was sich wirklich alle jungen Leute wünschen: einen McDonald‘s! Da könnten wir dann immer hingehen und uns treffen. Aber auch ein Lebensmittelladen wie es ihn bislang gab, wäre für uns Schüler wichtig, denn wir haben eine zweistündige Pause, in der haben wir uns im Supermarkt immer mit etwas zu Essen oder mit Getränken versorgt.“

Mehmet Pak, Babenhausen: „Für mich ist Babenhausen wie ausgestorben, wenn ich morgens von der Nachtschicht komme. Nur an der Tankstelle ist geöffnet, wenn man um 6 Uhr früh eine Tasse Kaffee oder ein Brötchen haben möchte. Außerdem finde ich, dass es mehr Angebote für Jugendliche geben sollte, ich fände eine Rollschuhdisko nicht schlecht. Dann bräuchten die jungen Leute nicht immer bis in die nächste Stadt zu fahren, wenn sie etwas unternehmen wollen.“

Quelle: op-online.de

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