Syrien als zweite Heimat

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Eigentlich als Vermessungsingenieurin eine Quereinsteigerin, hat sich Veronika Kudlek der Archäoalogie verschrieben.

Sickenhofen ‐ Ihre Begeisterung für den Orient reicht bis in die Kindheit zurück. Welche Bücher oder Filme es waren, die die Faszination auslösten, weiß die 35-jährige Sickenhöferin gar nicht mehr so genau. Von Petra Grimm

Inzwischen ist Syrien, vor allem die Region Raqqa im Nordosten, die zweite Heimat von Veronika Kudlek geworden.  Als Archäologin arbeitet sie dort mindestens einen Monat im Jahr - üblicherweise im Herbst - und erforscht in einem Team der Frankfurter Uni die Siedlungsgeschichte der Region.

Dabei geht es unter anderem auch um Klimadaten. „Ich habe vor meinem Studium am Fachbereich Vorderasiatische Archäologie zunächst Vermessungswesen studiert und zweieinhalb Jahre als Vermessungsingenieurin gearbeitet“, erzählt sie.

Für ihre Diplomarbeit über Vermessungsarbeiten bei archäologischen Ausgrabungen und astronomische Messungen war sie 1999 zum ersten Mal an einer Ausgrabungsstätte der Frankfurter Uni in Syrien.

Bei Grabungen 2001 hat sie ihren heutigen Mann kennengelernt. Er war ebenfalls als Archäologe im Einsatz. Inzwischen haben sie zwei kleine Söhne, den sechsjährigen Vincent und den fast zweijährigen Arthur. Beide Kinder waren im vergangenen Jahr in Syrien dabei.

Jetzt steht ihre nächste Reise fast schon wieder vor der Tür. Der kleine Arthur wird dabei sein, wenn sie im kommenden Herbst wieder nach Syrien geht. „Da werden wir aber an einer anderen Grabungsstätte im Westen sein“, sagt sie. Sie könne es immer kaum erwarten, wieder dort zu sein. „Aber kaum bin ich dort, will ich wieder heim.“

Quelle: op-online.de

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