Tagespflege statt Krippe

Babenhausen (cor) - Keinen Krippenplatz bekommen? In Babenhausen geht die Nachfrage über das Angebot von Betreuungsplätzen für Kleinkinder bis drei Jahre hinaus. Doch es gibt eine Alternative zur Krippe.

Darauf machen Babenhausens Tagesmütter aufmerksam, die sich seit gut zwei Monaten organisieren und zuletzt mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Jutta Krüger vom Fachbereich Soziales und Familie zu einem Treffen zusammenkamen.

Sieben qualifizierte Tagesmütter gibt es in Babenhausen und den Ortsteilen. Sie betreuen vor allem den ganz kleinen Nachwuchs, teilweise aber auch Kinder bis ins Schulalter. Gemeinsam mit der Stadt möchten die Frauen nun über Tagespflege aufklären und das Angebot publik machen. Denn diese Betreuungsmöglichkeit sei vielen Familien gar nicht bekannt, schätzen die Tagesmütter. Ferner wüsste kaum jemand, dass alle Tagespflegepersonen qualifiziert sind und sich regelmäßig fortbilden.

Um für mehr Klarheit zu sorgen, soll ein Flyer, der in Zusammenarbeit mit der Stadt erstellt wird, demnächst Auskunft über die Qualifikation von Tageseltern und die Unterschiede zu anderen Betreuungsformen geben. Weiterhin stellen sich die Tageseltern-Tageskinder-Vermittlung (TTV), alle sieben Tagesmütter sowie der „Zwergentreff“ darauf vor.

Wie die Tagesmütter in einer Pressemitteilung feststellen, habe der Arbeiter-Samariter-Bund als Kitaträger ab Sommer bereits alle Krippenplätze zugeordnet. „Etliche Kinder konnten nicht unterkommen - haben nun keinen Betreuungsplatz“, heißt es weiter. Somit sei die Kinderbetreuung durch Tageseltern eine echte Alternative, die zugleich einige Vorteile biete.

Dem ersten Treffen mit Rathausmitarbeitern sollen übrigens in Zukunft weitere folgen. Die Babenhäuser Tagesmütter und die Stadt streben eine fortlaufende Zusammenarbeit an. Fragen rund um die Tagespflege beantworten sowohl Jutta Krüger (60281) als auch die TTV (06151/9512525).

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