Tanzfreudige Kerb in Hergershausen

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Aus Mexiko waren die Kerbmädels und -burschen gerade noch rechtzeitig zur Kerb gekommen.

Hergershausen ‐ Spät ist sie jedes Jahr, aber Hauptsache sie kommt, die Hergershäuser Kerb. Am Wochenende war es soweit, ausgelassen wurde im Ort gefeiert. Von Ulrike Bernauer

Einer der Höhepunkte war zweifellos der Sonntag mit seinem Festzug und der Kerbrede von Heidi Heil. Die sprach in diesem Jahr schon das dritte Mal, in Ermangelung einer Nachfolgerin.

So berichtete sie von dem Mann, der schon fast ein Dauerabonnement bei seinem Zahnarzt hatte. „Er hat also all soin Mut zusammengenumme und hat vom Zahnarzt soi Brück verlängert bekumme, des wor e recht schmerzhaft Prozedur, doch zu Hause ging se weiter, die Tortur. Als die Betäubung nachließ, bemerkt er verstört, das blöde Ding drückt und sitzt verkehrt. Nach jedem Essen drückte das Ding und tat höllisch weh, er musste wieder und wieder in die Praxis geh. Am Samstag is der Schmerz widder in de Mund geschosse, doch da hatte der Zahnarzt leider geschlosse. Kurzerhand is er in de Keller gegange und hat das Ding bearbeitet mit der Zange. Er hat solang geboge und gerickt, bis der Zahnersatz nit mer hat gedrickt. Und die Moral von der Geschicht: Selbst ist der Mann, drückt die Brücke, muss man selber ran.“

Einiges einfallen lassen hatten sich die Hergershäuser für ihren Umzug. Ein Fischbrötchen baumelte an der langen Leine eines Anglers. Erstaunlicherweise hatten die Hergershäuser Fischer die Biene Maja an Bord. Bayrisch im Dirndl kamen die FSV-Frauen den Umzugsguckern und die Kids des Turnvereins hatten sich Turnvater Jahn zum Vorbild genommen. Gewichte stemmend und seilhüpfend zogen sie durch die Gassen.

Stachelig gaben sich die Kerbmädchen und Burschen, mit Kakteen war ihr Wagen geschmückt unter dem Motto „aus Mexiko kommen wir“.

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Quelle: op-online.de

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