Von Teddys und Handwerkern

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Dicht an dicht zogen die Besucher gestern durch die Innenstadt.

Babenhausen ‐ „Hoffentlich ist das Holz für das Osterfeuer heute Abend nicht zu nass“, sorgte sich Helmut Fendt, Veranstalter des inzwischen 19. Ostermarktes während des verregneten Samstags. Von Petra Grimm

Aber es hat dann zum Glück doch geklappt. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin entzündete der Vater aller Babenhäuser Märkte das Feuer, das gemeinsam mit dem Feuerwerk des Pyrotechnikers Uwe Kloos den Nachthimmel erhellte. Einige Babenhäuser wärmten sich am knisternden Feuer und hielten ein Schwätzchen.

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Ostermarkt mit Flaniermeile

Das Wetter machte den rund 100 Marktbeschickern, darunter auch heimische Betriebe, am Samstag einen dicken Strich durch die Rechnung. Bis zum späten Nachmittag lag die Stadt unter einer dunklen Wolke. Der Dauerregen sorgte dafür, dass die Bummelgasse und die übrige Marktmeile, die vom Bismarckplatz bis fast zur Michelsbräu reichte, kaum bevölkert war. Dafür zeigten sich die meisten Hobbykünstler in der Stadthalle ganz zufrieden. „Wir profitieren hier drin ein bisschen vom Regen“, meinte eine Babenhäuserin an ihrem Schmuckstand.

Viele Besucher flüchteten vor dem nassen und kühlen Wetter in die Halle, in der fast 50 Stände mit Kunsthandwerk zum Stöbern, Kaufen und Ideen sammeln einluden. Und hier fand wohl jeder ein ganz besonderes Last-Minute-Ostergeschenk. Denn es waren viele liebevoll in Handarbeit hergestellte Dinge zu bestaunen, darunter Teddybären, Patchworkarbeiten, Holzspielzeug, Kerzen, Bilder und Collagen, handbemalte Ostereier, Grußkarten, Geschenkverpackungen, Duftseifen und Schmuckkreationen in allen Variationen.

Einigen Handwerkern und Hobbykünstlern konnte man bei ihrer Arbeit auch über die Schulter schauen. Da sah man professionelle Möbelrestauratoren oder auch einen Goldschmied in Aktion, Frauen fachsimpelten mit Besucherinnen über ihre Häkelarbeiten. Einige der Hobbykünstler informierten auch über Kurse, die sie anbieten. Im Trockenen präsentierten sich außerdem die Stadt, die Sozialstation, die Partnerstädte und Vereine.

Veranstalter Helmut Fendt freute sich, dass auch 16 Firmen aus Babenhausen und der Umgebung an der Gewerbeschau in der Stadthalle und auf dem Parkplatz davor teilnahmen. Immerhin eine Handvoll mehr als im Vorjahr. „Vielleicht schaffen wir es ja doch, wieder eine größere Gewerbeschau, bei der sich Babenhäuser Firmen präsentieren, auf die Beine zu stellen“, sagte Fendt.

Autoscooter und Bungee-Trampolin

Die Händler auf der Marktmeile kamen eher am Sonntag auf ihre Kosten. Am Nachmittag füllte sich die Szenerie mit Menschen, die Sonne strahlte zeitweise auf die Besucher herab, wenn auch ein kalter Wind blies. Viele Geschäfte in der Innenstadt luden zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Die jüngeren Gäste amüsierten sich im Autoscooter, beim Springen auf einem Bungee-Trampolin oder auf zwei Karussells.

Gekoppelt an die große Hobbykünstlerausstellung und die Gewerbeschau managt Fendt mit dem Ostermarkt eine echte Großveranstaltung. Musikalisch umrahmt vom Evangelischen Posaunenchor aus Langstadt wurde sie am Samstagvormittag von Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Landrat Klaus Peter Schellhaas eröffnet.

Auch CDU-Bundestagsabgeordnete Patricia Lips wünschte der Veranstaltung ein gutes Gelingen. „Dieser Ostermarkt ist in seiner Größe und Vielfalt ziemlich einzigartig im Landkreis und ein Gewinn für die ganze Region“, sagte der Landrat, der ebenso wie die Bürgermeisterin Fendts Engagement lobte. Der Blick richte sich ja oft nur auf die großen Betriebe, dabei „sind doch gerade das Handwerk und der Mittelstand die Basis für die Stärke einer Region und das was die Städte liebenswert macht“, sagte Schellhaas, der das große Entwicklungspotenzial Babenhausens betonte.

Quelle: op-online.de

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