Temperamentvolle Vierbeiner

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Christian Weber auf dem feurigen Camargue.

Hergershausen ‐ Der Erlenwiesenhof Weber ist schon seit langem ein beliebtes Ziel für große und kleine Pferdeliebhaber. Am Sonntag gab es aber einen besonderen Grund, den im Babenhäuser Ortsteil Hergershausen gelegenen Hof zu besuchen. Von Jasmin Frank

Eine Hengstshow wurde geboten, um die Präsenz der Tiere hervorzuheben. „Wir haben früher schon immer mal auf unsere Deckhengste aufmerksam gemacht, dann aber mit der Schau pausiert. Nun wollen wir wieder zeigen, welche qualitativ hochwertigen Pferde wir hier im Stall stehen haben“, so Inhaberin Gisela Weber. Auf dem geräumigen Hof ist die gesamte Familie eingespannt, alle drei Söhne reiten begeistert, die beiden älteren haben das Hobby bereits zum Beruf gemacht, helfen aber auch bei der Ernte mit und lieben das Traktorfahren.

Auch wenn für diesen Tag sogar international bekannte Reiter wie Frank Lucke, Martin Engelstädter und die Schwedin Annelie Wetterström angereist waren, standen doch die Pferde im Vordergrund der Schau. Alle Hengste des Hofes wurden vorgeführt und zeigten ihr Können bei der Dressur und im Sprung. „Unser Ziel ist es, eine gute Kombination zwischen edlen, leichtrittigen, ausdrucksstarken, graziösen Dressurpferden und sportlichen, temperamentvollen Springpferden zu züchten“, so Weber.

60 Pferde, von Ponys bis zu den Großpferden

Den Auftakt machten Christian Weber auf „Camargue“ und sein Bruder Jan-Carsten auf „Barkeeper“ mit einem gelungen Doppel. Ihnen folgte ihr jüngster Bruder Björn auf dem erfahrenen Hengst „Barkeeper“. Aufgelockert wurden die Präsentationen durch verschiedene Darbietungen, darunter auch die jüngsten Reiter, die gerade mal vier Lenze zählen und auf Mini-Shetland-Ponys eine lustige Indianershow zeigten. So ging es an diesem Nachmittag abwechslungsreich mit den Auftritten der Reitschüler und der Darstellung der Hengste weiter. „Hengste zu reiten ist besonders schwierig, da sie sehr viel Temperament haben. Meine Tochter reitet hier auch, aber auf unserem eigenen Pferd ‚Tabu‘, das ist nicht so feurig“, berichtet Petra Zimmer-Rohbogner, die als gute Freundin der Familie den Webers immer mal wieder unter die Arme greift.

Sie kennt den Hof wie ihre Westentasche und weiß: „Hier stehen etwa 60 Pferde, von Ponys bis zu den Großpferden. Reiten lernen hier in Hergershausen schon die Kleinsten, ab drei Jahren kann es losgehen, aber natürlich werden auch Erwachsene trainiert.“ Neben dem Reitunterricht, zu dem auch Ferien- und Wochenendlehrgänge gehören, bietet der Erlenwiesenhof auch eine Besamungsstation, die Ausbildung von Reitpferden und Stutenleistungsprüfungen an. Damit ist er noch ein echter Familienbetrieb mit zahlreichen Facetten vom Reiten bis zur Zucht.

Quelle: op-online.de

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