„The Magic One“ verzaubert Publikum

+
Magier Frank Zick bot den Gästen ein abwechslungsreiches Repertoire seiner Zauberkunst - als Höhepunkt präsentierte er die „schwebende Jungfrau“.

Babenhausen ‐ Illusion und Kino trafen in der Stadthalle Babenhausen zusammen. Der Babenhäuser Zauberkünstler Frank Zick führte erstmals seine neue Show „Cinemagie“ auf. Von Katrin Görg

„Bei einer Premiere geht ja sehr oft auch noch was schief“, sagte der Künstler nach der ersten Vorführung, die ein Entfesselungstrick einleitete. Er fesselte dabei gemeinsam mit dem „Freiwilligen“ Christian eine seiner vier Assistentinnen und ließ beide, eng hintereinander stehend, nur wenige Sekunden lang in einer Art Schlauch aus Samtstoff verschwinden.

Kleine Pannen gekonnt umspielt

Mit dem Entfernen der Abdeckung kam Assistentin Sarah, Christians Hemd tragend, zum Vorschein. „Normalerweise macht man diesen Trick mit jemandem, der einen Sakko trägt, aber es hat ja trotzdem funktioniert!“, erklärt Zick. Im Laufe der Show passierte die ein oder andere kleine Panne, die der Magier jedoch gekonnt umspielte und sich nicht scheute, Witze über die eigene Person zu machen.

Seine Illusionen beeindruckten das Publikum, das er nicht selten zum Mitmachen durch Klatschen und „Lockerungsübungen“ animierte. Über seine Zuschauer sagte der Illusionist, es sei nicht einfach, Freiwillige auszuwählen, die er nicht kennt - weil er selbst aus Babenhausen kommt.

Freiwillige als „Beweise“ der Magie

Freiwillige benötige er vor allem, um die Glaubhaftigkeit seiner Vorführungen bestätigen zu lassen, beispielsweise ob ein Käfig wirklich geschlossen ist. Angelehnt an Filme wie James Bond, Fluch der Karibik, Dirty Dancing und Tomb Raider ließ Zick Menschen scheinbar verschwinden und wieder auftauchen, oder aber eine Assistentin mit dem Kopf auf einer Schwertspitze liegend balancieren. Er ließ sich selbst zusammenschrumpfen und langziehen und andere wiederum „zerschneiden“.

Frank Zick ließ den „Freiwilligen“ Christian in einem Schlauch aus Samtstoff verschwinden.

Jede Illusion wurde theatralisch in der passenden Kulisse umgesetzt, auch Feuer kam zum Einsatz. Zick präsentierte sich jedoch nicht nur als Zauberkünstler sondern auch als Hellseher. Für diesen Trick suchte sich „The Magic One“, wie Zick sich selbst betitelt, eine Frau aus dem Publikum aus: Isabella aus Babenhausen, die mit ihrem Freund Max die Vorführung besuchte. Sie nahm er mit auf die Bühne und stellte ihr Fragen, wie ein eventuelles Rendezvous zwischen Zick und ihr ablaufen könne, dabei seien ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. „Egal was du dir aussuchst, Künstler haben Geld genug!“, scherzte er.

Schon vorher wissen, welche Frau man trifft

Isabella suchte sich einen Kinobesuch in New York aus. Hinkommen würden sie mit einem Privat-Jet und zum Knabbern hätte sie gerne Chips. Der Film, den die beiden sehen würden, wäre ein Action-Streifen, nämlich „James Bond – Casino Royale“. Nach der Fragerunde behauptete Zick schließlich er habe schon vorher gewusst, dass er sie heute kennen lernen würde und schon im Vorhinein ihre Antworten auf seine Fragen gekannt.

Dann ließ der Babenhäuser Magier eine verschlossene Box, die in Deckenhöhe hing, mit einem Seil herab, öffnete diese und holte einen ebenso verschlossenen Umschlag heraus.

In diesem Kuvert befand sich ein Zettel, auf dem tatsächlich Isabellas Name, der Name ihres Freundes Max und ihre Antworten auf Zicks Fragen aufgelistet waren. Isabella zeigte sich sehr erstaunt über die scheinbar hellseherischen Fähigkeiten des Zauberkünstlers.

Auch die anderen Gäste im vollbesetzten Saal zeigten sich am Ende der Vorführung teilweise sogar durch stürmischen Beifall sehr beeindruckt von Zicks Illusionsshow „Cinemagie“.

Quelle: op-online.de

Kommentare