Mit vielen Stars auf der Bühne

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Um mit ihren Hunden zu spielen, bleibt Annabell und Joe Whitney nur wenig Zeit. Heute Abend sind die Wahl-Babenhäuser erneut in der SAT.1-Show „The Winner is…“ mit Linda de Mol zu sehen.

Babenhausen - „Singen. Zocken. Gewinnen“ – das ist das Motto der ersten Talent-Game-Show im deutschen Fernsehen mit Moderatorin Linda de Mol. Heute Abend läuft „The Winner is…“ wieder bei SAT. 1. Von Michael Just

Dann heißt es Daumen drücken, denn, was die wenigsten wissen, mit Annabell und Joe Whitney sind auch zwei Babenhäuser dabei.

Seit fünf Jahren lebt das Paar nun mit seinem dreijährigen Sohn in der Gersprenzstadt. Echte Babenhäuser sind sie aber nicht: „Ich komme aus einer Musiker-Familie in Seattle in den USA und trat schon als Junge mit meinen Geschwistern in ganz Amerika auf“, erzählt der 49-Jährige. Vor 20 Jahren kam Joe nach Deutschland, wo er in der 1. Bundesliga Basketball spielte. Nach der Sport-Karriere dauerte es nicht lange, bis er in der Musikszene Fuß fasste und in diversen Bands sang. Annabell wuchs in Süddeutschland in einer weniger musikalischen Ärztefamilie auf. Lange unentdeckt blieb ihr musikalisches Talent nicht: Mit sieben Jahren stand der erste Solo-Auftritt an.

Als Frontfrau der Dancefloor-Gruppe Masterboy feierte sie 1999 erste Chart-Erfolge. Bei ihrem Jura-Studium in Frankfurt lernte sie Joe, ihren Vocal Coach – altdeutsch würde man Gesangslehrer dazu sagen – kennen. Es funkte mit der großen Liebe und vor vier Jahren wurde geheiratet. Damit scheinen sich Gegensätze anzuziehen: „Wir sind eigentlich zwei grundverschiedene Charaktere: Während Joe das Energiebündel ist, bin ich das Organisationstalent“, verrät die 37-Jährige. Als Background-Sängerin stand sie mit Toto, Leo Sayer, Gloria Gaynor, Shaggy oder Michael Jackson bei „Wetten, dass…“ auf der Bühne. Joe arbeitete mit Jennifer Rush, Xavier Naidoo, Joe Cocker oder Lionel Richie.

Künstler- und Entertainment-Agentur

Derzeit betreiben die Whitneys eine Künstler- und Entertainment-Agentur. Um die kümmern sich fünf Angestellte, denn viel Zeit bleibt nicht: So trat das deutsch-amerikanische Gesangsduo bei zahlreichen Folgen der SAT.1 „Hit-Giganten“ mit Hugo Egon Balder als dessen Hausband Giants Club auf. Im Dezember 2011 sang man mit Seal bei der „Nokia Night of the Proms“ in Köln und München. Den Mittelpunkt bildet ihre Cover-Band StreetLIVE Family, mit der sie auf Messen und Firmenveranstaltungen in ganz Europa unterwegs sind. Die Referenzliste mit Firmen wie Lufthansa, SAP, Michelin oder Porsche ist lang. Vor kurzem waren sie auf Teneriffa, in den nächsten Tagen geht‘s nach London. Mit ihren Studios in Friedrichsdorf und Bad Homburg sowie der Tätigkeit als Songschreiber und Produzent wäre es der große Traum, noch einmal einen Platz in den Charts zu landen.

Nachdem Annabell und Joe vorher in Langen wohnten, ist Babenhausen nun ihr neues Rückzugsgebiet. Hier fanden sie ein großes Haus mit Garten und einem extra Gebäude für Büroräume. „Uns gefallen die ländliche Gegend und die Angebote für Kinder. Die Babenhäuser sind offene und nette Leute“, sagt die gebürtige Ulmerin.

Für beide die erste Casting-Show

Doch zurück zum heutigen Abend. Für beide ist es die erste Casting-Show. Nach einem Aufruf im TV schickte das Berufsmusiker-Ehepaar seine Bewerbung ab. Für die Aufzeichnungen ging es nach Hilversum in Holland. Mit dem Titel „Sex on Fire“ überzeugten sie im April Musikexperten Mousse T. und setzten sich in der Kategorie „Familie“ gegen „Maas Attack“ – jene aus „The Voice of Germany“ bekannten Schwestern – durch. Heute Abend steht nun das Viertelfinale an. Doch was lockt die beiden zu dieser Teilnahme? Sind es die eine Million Euro im Finale? „Das weniger, weil Profis solche Shows eher nicht gewinnen“, erklärt Joe, der mit seiner Frau seit 17 Jahren auf der Bühne steht. Bei solchen Formaten komme professionellen Sängern meist nur die Aufgabe zu, die Show aufzuwerten. „Wir möchten Künstler für unsere Agentur finden, Werbung in eigener Sache machen und ein bisschen Spaß haben“, sagt der ehemalige Basketball-Profi. Vor allem mit dem Werben neuer Künstler biete man diesen eine Zukunft, denn von den meisten Casting-Stars höre man nach ein paar Jahren nichts mehr.

Sollten Annabell und Joe ausscheiden, würden sie das, wie sie sagen, gelassen nehmen, da sie schon viel erreicht haben. Das abrupte Ende der Finalträume dürfte nicht für Tränen sorgen. „Das Heulen“, so die Whitneys, „überlassen wir den anderen.“

Mehr Infos: www.thewhitneys.de

Quelle: op-online.de

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