Tierheimfest mit Attraktionen

Da kläfft keiner aus der Reihe

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Beim Tierheimfest gibt es für Hund und Herrchen zahlreiche Attraktionen zu bestaunen. Eine große Resonanz verbuchte das Tierheimfest in Babenhausen. Zwei- wie Vierbeiner fühlten sich gleichermaßen wohl.

Babenhausen - Das Wetter spielte beim Tierheimfest nicht mit, und trotzdem erlebte das Gelände an der Harreshäuser Allee einen Ansturm, der kaum größer hätte ausfallen können. Von Michael Just 

Das verdeutlichte schon die Zufahrt, auf der links und rechts die Autos in zwei nicht enden wollenden Reihen parkten. „Es läuft schon gut momentan“, bestätigt Tierheimleiterin Beate Laudien den optischen Eindruck und erklärt, dass man sich nach einer nicht leichten Vergangenheit wieder etabliert habe. Vor allem die Vermittlung der Tiere sei derzeit so hoch wie nie. Selbst Gino, den Laudien bei ihrem Wechsel vom Münsterer Kreistierheim nach Babenhausen mitbrachte und der sechs Jahre lang auf einen neuen Besitzer wartete, habe ein neues Zuhause gefunden. Leere Zwinger gibt es aber trotzdem nicht: Derzeit werden 30 Hunde und 19 Katzen versorgt, die laut den Verantwortlichen eine normale Auslastung darstellen.

Das Tierheimfest trumpfte mit zahlreichen Ständen auf. Selbst Hobbykünstler waren darunter, die ihre Werke präsentierten. Durch Mundpropaganda wuchs hier eine kleine Fangemeinde heran, die seit geraumer Zeit, gegen eine Spende, die Veranstaltungen des Gastgebers mit Kunst bereichert. Ferner boten sich Einkaufsmöglichkeiten für Tierzubehör und Futter. Zauberer Frank Zick nahm die Besucher mit in die fantastische Welt der Magie und die Hundeschule von Frank Vath aus Hofstetten demonstrierte, wie gut Mensch und Vierbeiner mit ein bisschen Training harmonieren können. Über 20 Hunde verschiedener Rassen lieferten dabei ein beeindruckendes Bild. Kaum zu glauben: Statt wildem Gekläff bestimmte ein perfektes Zusammenspiel aller Beteiligten die Szenerie.

„Helfer können wir immer gebrauchen“

Auf die zahlreichen Gäste wartete Gegrilltes und eine Kuchen-Theke mit enormem Ausmaß. „Wir hatten Kuchen-Spenden ohne Ende“, berichtet Laudien und verdeutlicht damit ein weiteres Mal, dass die Arbeit des Tierschutzvereins eine breite Anerkennung findet. Unterstützung gab es zudem von den Hergershäuser Anglern, die die Festzeltgarnituren und die Zapfanlage zur Verfügung stellten. Aufgrund des schlechten Wetters kaufte das Tierheim im Vorfeld noch zwei Zelte, um seine Gäste vor dem derzeit allzu launigen Petrus zu schützen. Im letzten Jahr fand das Fest noch bei plus 30 Grad statt. Derzeit besteht das Pflege-Team mit Beate Laudien aus einer hauptamtlichen Mitarbeiterin, drei Umschülern, einem Azubi und einem Bundesfreiwilligendienstler. Dazu gibt es genügend Helfer, die als „Gassi-Geher“ die Hunde ausführen. „Helfer können wir trotzdem immer gebrauchen“, sagt Laudien, wohlwissend, dass die 350 Mitglieder des Vereins in erster Linie fördernd sind.

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In den letzten Monaten hat sich im Tierheim erneut einiges getan: 2013 wurde das Katzenhaus renoviert, derzeit steht die neue Quarantänestation im Blickpunkt. Diese schlägt mit 4000 Euro zu Buche. Eine wichtige finanzielle Stütze ist die Stadt Babenhausen, die nach ihrem Austritt aus dem Kreistierheim-Verbund nun ausschließlich die freie Einrichtung in Babenhausen unterstützt. Die Zuschüsse der Stadt berechnen sich nach der Einwohnerzahl von Babenhausen. Daraus resultiert ein jährlichen Betrag von 8000 Euro für die lokalen Tierschützer. Dem steht laut Laudien ein Finanzbedarf von 80.000 Euro per anno gegenüber. Wie die Vorsitzende wiederholt, sind die Sorgen zur Deckung dieser Summe etwas weniger geworden, zurücklehnen könne man sich aber trotzdem nicht. Dafür sei die Abhängigkeit von ungesicherten Einnahmen zu groß. „Die Sache läuft nur so lange gut, wie die Vermittlung der Tiere funktioniert“, weiß Laudien.

Quelle: op-online.de

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