Leiern und Kurbeln nicht erlaubt

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Einmal im Jahr steht im BDP-Cafe ein Tischfußball-Turnier an. Mit mehr als zwölf Teams erlebte die jüngste Auflage erneut eine gute Resonanz.

Babenhausen - Nur wer selbst schon einmal Tischkicker gespielt hat, der weiß, dass die Sache vom Spaß her kaum zu überbieten ist. Von Michael Just

Schon seit längerer Zeit ist es Tradition, dass der Bund Deutscher Pfadfinder einen Tag vor Weihnachten ein Tischfußball-Turnier in seinem Café in Babenhausen veranstaltet.

Mehr als ein Dutzend Mannschaften meldeten sich an, darunter waren glorreiche Namen wie FC Licher, „Die Mafiosis“, „Die Unberechenbaren“, „Die Hobbits“ oder Inkasso Moskau. Bemerkenswert: Bei den Zweier-Teams waren einige sogar in rein weiblicher Besetzung. Für die war eine gewisse Technik am Spielgerät Pflicht, denn „Leiern“ oder „Kurbeln“ war verboten.

„Das läuft alles über Facebook“

Die Einladungen für das Turnier gingen zuvor auf dem modernsten aller Kommunikationswege raus: „Das läuft alles über Facebook“, erzählt Jessica Sahlmen. Angst, dass damit plötzlich hunderte Menschen vor der Tür stehen, hat die 23-Jährige nicht: „Das glaube ich weniger. Ansonsten können wir bei uns aber auch große Gruppen bewirten“, sagt sie lässig.

Den Gewinnern des Turniers winkte vor allem die Ehre – dazu ein Freigetränk und der Eintrag des Namens auf eine Medaille, die zu Ausstellungszwecken im BDP-Café bleibt. Mit Partner und jeder Menge Optimismus ist Nadine de Paris gekommen. „Bisher sind wir nie über die Vorrunde hinausgekommen“, berichtet die Studentin. Die Gelegenheit, im Vorfeld an den Tischkickern beim BDP zu üben, hat sie nicht genutzt. „Ich spiele lieber Flipper“, sagt sie.

Titelverteidigung: Kay Kuipers mit Philipp Hezel

„Die Titelverteidigung wird spannend“, kündigt Kay Kuipers an, der zusammen mit Philipp Hezel im vergangenen Jahr als Sieger das BDP-Café verließ. Wie er erzählt, war vor 365 Tagen der Titelgewinn vor allem deshalb möglich, weil die Favoriten Kai Peters und Alex Tretin nicht mit von der Partie waren. „Die sind so gut, weil sie mittwochs regelmäßig im BDP-Café sind und dann hier spielen“, sagt er.

Übung mache eben den Meister. Eigentlich könnte Kuipers sogar zu Hause bei seinen Eltern üben, wo sich ebenfalls ein Tischkicker befindet. „Dort spiele ich aber nicht oft, da die Konkurrenz nicht so stark ist“, erklärt der Student schmunzelnd. So gingen Kuipers und Hezel die Titelverteidigung gänzlich ohne übertriebenen Ehrgeiz an: „Das Wichtigste heute Abend ist der Spaß“, führten die beiden an.

Auf den Spaß konzentrieren

Am Ende mussten sie sich tatsächlich auf den Spaß konzentrieren: Im Halbfinale hatten sie gegen die „Cracks“, Kai Peters und Alex Tretin, das Nachsehen, die auch im Finale überzeugten und das Turnier gewannen.

Das BDP-Café hat jeden Mittwoch ab 20 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann dort vorbeischauen. Die Pfadfinder versprechen den Besuchern eine gute Zeit beim Tischfußball oder Billardspielen oder einfach nur beim Treffen von Freunden.

Quelle: op-online.de

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