Geschichten über Bankräuber

Die Frankfurter Autorin Corinna Harder begeisterte 75 Kinder der Bachwiesenschule mit ihrem neusten TKKG-Roman. - Foto: Friedrich

Hergershausen - Sie lag als Kind auf der Lauer, um vor der Sparkasse einen Bankräuber zu schnappen. Daraus ist zwar bis heute nichts geworden, doch als Autorin spannender Kinder- und Jugendromane ist Corinna Hader eine tolle Karriere gelungen. Von Ursula Friedrich

Tim, Karl, Klößchen und Gabi, kurz TKKG, heißt das literarische Quartett, das Dieben und anderen Bösewichten das Handwerk legt. Am Montag begeisterte die Frankfurter Autorin Corinna Hader die dritten und vierten Klassen der Bachwiesenschule in Hergershausen mit einem Abenteuer der Detektivbande: „TKKG – Das Biest aus den Alpen“.

Im April 2011 erschienenen Buch machen die vier Detektive Ferien in einem idyllischen Bergdorf, können aber gar nicht anders, als sich auf eine spannende Suche nach einem uralten Schatz zu begeben. „Wir haben gleich ein paar Bücher für unsere Bibliothek angekauft“, sagte Schulleiterin Sylvia Kraffczyk begeistert, „signiert, versteht sich“.

Der Besuch der Autorin war für die Schüler der Höhepunkt einer literarischen Woche, die die Grundschule angeboten hatte. „Letzte Woche hatten wir unseren Lesewettbewerb“, erklärte die Schulleiterin. Lesen, insbesondere die Lesekompetenz, genießt einen hohen Stellenwert an der Bachwiesenschule, in der 140 Hergershäuser Kinder die Schulbank drücken. 75 davon hörten Haders Vorlesekünsten gebannt zu.

Um dem Anspruch Rechnung zu tragen, wurde für die Schule ein Lesekonzept erstellt. Einmal im Jahr empfängt die Bachwiesenschule einen Schriftsteller. Prominenteste Vertreterin dieser Berufsgattung war nun zweifellos Corinna Harder, die ihr junges Publikum in ihren Bann zog. 70 Titel, darunter auch Computerspiele und CD-Hörbücher, publizierte sie in den vergangenen Jahren. Ihre Kinder- und Jugendromane sind in 13 verschiedenen Sprachen erschienen. Die TKKG-Reihe habe jedoch Stefan Wolf erfunden, erklärte die Autorin ihrem jungen Publikum. Erst nach dessen Tod setzte Harder die populäre Kinderbuchreihe mit neuen Abenteuern fort.

„Ich habe schon mit zehn Jahren angefangen zu schreiben“, erzählte sie. Und machte damit vielleicht dem ein oder anderen Kind Mut, selbst zu schreiben. Begeistert von der Autorenlesung war nicht nur das Publikum, das sich anschließend zur Autogrammstunde um Harder drängte. Auch der Schulelternbeirat ist Fan der Lesungen an der Schule und übernahm die Kosten für den Besuch der Autorin.

Quelle: op-online.de

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