Trainingsgelände für Schulsport

Bald Weitsprung auf der Lachewiese

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Blick auf die Edward-Flanagan-Schule von den Lachewiesen aus. Auf dem Ackergelände hinter der Gesamt- und der Flanagan-Schule soll ein Trainingsgelände geschaffen werden.

Babenhausen - „Es könnte ein guter Tag werden für Babenhausens Schüler“, erklärte Günter Eckert (CDU). Denn nach zähen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern kann nun Gelände für den Schulsport angekauft werden.

340.000 Euro sind für den Grundstückserwerb im Haushalt 2018 vorgesehen. Auf dem Ackergelände hinter der Gesamtschule in den Lachewiesen ist ein Schulsportzentrum vorgesehen. Nicht nur für die Kinder und Jugendlichen der Joachim-Schumann- und Eduard Flanagan-Schule, auch für das Oberstufengymnasium und die Grundschule im Kirchgarten soll ein attraktives Trainingsgelände geschaffen werden. Geplant sind eine 400-Meter-Laufbahn sowie diverse Leichtathletikanlagen (Kampfbahn Typ C).

Junge Menschen sollen sich im Weit- und Stabhochsprung, Speerwurf und Kugelstoßen ertüchtigen. Ein CDU-Antrag zum Ankauf der erforderlichen Fläche in den Lachewiesen wurde am Donnerstag in der Stadtverordnetensitzung einstimmig angenommen – lediglich die Grünen enthielten sich.

Auch soll der Magistrat die erforderliche Änderung im Flächennutzungsplan auf den Weg bringen. Und mit dem Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg eine Vereinbarung unterzeichnen, die das Projekt festzurrt.

Während die Stadt das Grundstück stellt, muss der Kreis in seiner Funktion als Schulträger in den Bau der Anlage investieren. „Der Kreis steht in den Startlöchern“, sagte Günter Eckert. Im Kreishaushalt 2019 seien bereits 300.000 Euro eingestellt sowie weitere 700.000 per Verpflichtungsermächtigung eingeplant.

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„Ein lange auf Babenhausen lastendes Problem ist gelöst“, erklärt Bürgermeister Joachim Knoke, „ein Missstand, unter dem Generationen von Schulkindern litten, ist endlich beigelegt – im nächsten Jahr kann gebaut werden.“

„Wir haben lange gekämpft“, sagte Simone Kirchschlager (SPD), glücklich, dass es nun vorwärts geht. Nach dem Gusto der SPD hätte die Abstimmung im Parlament zunächst noch verschoben werden sollen. Grund war ein Brief des Turnvereins, der wie viele anderen Babenhäuser Vereine auf die Mitnutzung der modernen Leichtathletikanlage hofft. Ein diesbezügliches Gespräch am Runden Tisch des Sports sollte dies noch einmal herausarbeiten. „Vereinssport steht auf einem anderen Blatt“, erklärte Eckert, im Klartext: Wird das Sportgelände nicht ausschließlich als Schulsportareal deklariert, kann der Kreis sich als Investor zurückziehen. Trotz des Etiketts „Schulsport“ ist Heidrun Koch-Vollbracht (CDU) zuversichtlich: „Auch die Vereine können was draus machen.“(zah)

Quelle: op-online.de

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