Trecker und Dampfloks begeistern

+
Drunter und drüber ging es beim 32. Altstadtfest - hier bei der Vorführung der Babenhäuser Turnerjugend.

Babenhausen - Eine Verwechslung von Zahlen sorgte für Erheiterung bei der offiziellen Festeröffnung am Samstag. Helmut Fendt, der Vorsitzende des Vereinsgremiums, begrüßte die Besucher zum 34. Altstadtfest, korrigierte sich aber im gleichen Moment. Von Petra Grimm

„Nein, es ist das 32. Altstadtfest . Aber heute ist mein 34. Hochzeitstag. Das habe ich jetzt durcheinander gebracht“, erklärte er schmunzelnd.

Aber ob 32 oder 34 Jahre, bemerkenswert ist die Anzahl der Jahre in jedem Fall, in denen es den Babenhäuser Vereinen gelungen ist, gemeinsam die bunte Partymeile auf die Beine zu stellen. Fendt bedankte sich bei allen Anwohnern, „die es erlauben, dass wir die Altstadt zwei Tage lang auf den Kopf stellen“.

Bilder vom Babenhäuser Altstadtfest 

Altstadtfest überzeugt Besucher

Rund 50 Gruppen und Vereine waren am Wochenende wieder dabei. Bei beinahe tropischen Temperaturen genossen zahllose Babenhäuser und Gäste von außerhalb das breite kulinarische Angebot und die gesellige Atmosphäre in den Gassen und Höfen. Unterhaltsame Vorführungen, beispielsweise der DRK-Rettungshundestaffel und verschiedener TVB-Gruppen, Livemusik aller Stilrichtungen und einige Verkaufsstände rundeten das zweitägige Programm ab.

Beim Blasorchster durften Kinder Instrumente ausprobieren.

Straßenkünstler waren unterwegs, ein Flohmarkt und ein Karussell waren aufgebaut und die Kinder spielten mit leuchtenden Augen mit der großen Legoeisenbahn in der Stadtmühle. Zu den Höhepunkten gehörte für viele der gemeinsame Stand der Feuerwehr und der Traktorfreunde, wo alte Maschinen und Oldtimer-Traktoren zu sehen waren. Die historische Dreschmaschine wurde in diesem Jahr von einer zehn PS starken Lanz-Dampflokomobile aus dem Jahr 1928 angetrieben. „Die habe ich 1999 aus Brasilien geholt, restauriert und seit 2002 ist sie wieder betriebsbereit“, erklärte der Besitzer Peter Rosenberg aus Johannesberg bei Aschaffenburg. Mit seinem Geländewagen hatte er die 2,5 Tonnen schwere Dampflokomobile nach Babenhausen gezogen, um sie vorzuführen.

Da werden Erwachsene neidisch: Kinder durften auf Oldtimer-Traktoren mitfahren.

Der verkaufsoffene Sonntag in einigen Geschäften und der bundesweite Tag des offenen Denkmals mit Führungen in der Kaserne, dem zukünftigen Territorialmuseum und der Stadtkirche sorgten für weitere Unterhaltung. Auch der Schlosshof war geöffnet.

Neben bereits Bewährtem gab es neue Initiativen. So bereicherten ein Infostand und ein Konzert der Jugendabteilung des Blasorchesters zum ersten Mal das Fest. Sie belebten den Platz am Breschturm am Samstag musikalisch. „Das Große Orchester lädt ja traditionell beim Altstadtfest sonntags zum Konzert ein. Wir sind zum ersten Mal dabei, um unsere Ausbildung vorzustellen“, sagte Ausbildungsleiter Werner Kunkel, der die kleinen Festbesucher einlud, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Eine Premiere beim Altstadtfest war außerdem die Einladung der DRK-Rettungshundestaffel zum Workshop, bei dem Hundehalter gemeinsam mit ihrem Vierbeiner in die Arbeit der Rettungshunde reinschnuppern konnten. „Die Leute sehen ja immer gerne unsere Vorführungen, aber wir wollten zusätzlich auch mal was Neues bieten. Außerdem haben wir unter unseren zehn geprüften Hunden keinen einzigen aus Babenhausen. Das würden wir gerne ändern“, sagte Kerstin Hans von der DRK-Rettungshundestaffel.

Beweis für die Lebensqualität der Stadt

Zur Eröffnung am Stand des Volkschor-Sängerbunds war Kreisbeigeordneter Uwe Bülter angereist, um Grüße zu überbringen. „Eine Stadt besteht nicht nur aus Häusern und Mauern, auf die Menschen kommt es an“, sagte Bürgermeisterin Gabi Coutandin, für die das Altstadtfest mit dem ganzen Engagement, das dahinter steckt, ein Beweis für die Lebensqualität der Stadt ist. Mit dem Verlauf der Partynacht zeigte sich Helmut Fendt am Sonntagmittag zufrieden: „Ich glaube das war das erste Mal, dass wir keinen Ärger hatten. Es ist alles friedlich geblieben. Das freut mich natürlich.“

Quelle: op-online.de

Kommentare