Trommeln wie die Höhlenmenschen

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Trommelwirbel wie bei den Höhlenmenschen: Die Kinder beherrschten Rhythmen und Instrumente.

Babenhausen ‐ Einmal Steinzeit und zurück in knapp drei Tagen? Die Kinder- und Jugendförderung der Stadt machte es möglich. Im Osterspecial traten 21 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren die Zeitreise zu den Steinzeitmenschen an. Von Ursula Friedrich

Drei Tage lang belagerten die Steinzeitkinder das Jugendzentrum, um das zu tun, was bei unseren Vorfahren Usus war: Steinzeitpuzzlen, Höhlenwände bemalen, Trommeln wie die Höhlenmenschen und schließlich das Anfertigen des steinzeitmäßigen Outfits. „Hier wollen wir vor allem die Feinmotorik und Kreativität der Kinder schulen“, sagte Heidi Spiehl, eine von drei Betreuerinnen. Zum pädagogischen Ziel gehörten neben der Wissensvermittlung auch die Förderung des Selbstbewusstseins der Kinder und das Anerkennen eigener Arbeiten.

Das Wissen rund um das Thema wurde bei einem Besuch des Senckenbergmuseums in Frankfurt vertieft, wo derzeit eine Sonderausstellung „Safari des Urmenschen“ zu sehen ist.

Zurück in der Heimat wurde das Jugendzentrum zur Steinzeitschneiderwerkstatt. „Ich habe meine Schuhe selbst genäht, das war ganz einfach“, so präsentierte Lucia ihr Schuhwerk à la Neandertal. „Ich bin der Häuptling“, erklärte Tobias voll im Element, angetan mit Fellumhang, Knochenketten und schwarzer Schminke im Gesicht, denn: „Die Steinzeitmenschen hatten ja keine Dusche und waren sehr dreckig.“ Dass die täglichen Hygienepflichten des zivilisierten Menschen im 21. Jahrhundert damals gänzlich wegfielen, begeisterte. Auch die Sprache: „Die hatten noch keine Worte, nur Laute“, so Joshua (8). Besonders den Jungs ging dies gut von den Lippen.

Veronika (6) liebte das rhythmische Trommeln besonders. „Ich finde toll, wie sie gelebt und mit Pfeil und Bogen gejagt haben“, befand Luca (9). Für alle Kinder war es ein tolles Abenteuer, das viel zu schnell zu Ende ging. Mit ihrem Debüt auf dem Catwalk klang das Ferienerlebnis aus. Eine echte Steinzeitmodenschau wurde den staunenden Eltern zum Abschluss präsentiert.

„Im letzten Jahr haben wir in den Osterferien Töpfern und Serviettentechnik angeboten“, so Corinna Weimer die gemeinsam mit Susanna Elvert und Heidi Spiehl das Betreuertrio bildete. Natürlich wurde dieses Angebot vom Steinzeitseminar noch getoppt. Die Nachfrage war immens und manchen Kindern bleibt nichts übrig, als den Beginn der Ferienspiele abzuwarten, die im Sommer angeboten werden.

Quelle: op-online.de

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