Trutziges Fachwerk, sanfte Landschaft

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Babenhäuser Fachwerk an der Stadtkirche, gemalt von Frédéric Rexer aus der Partnerstadt Bouxwiller. Sohn Jaques freut sich, dass Bilder des mittlerweile verstorbenen Malers zurzeit in Babenhausen ausgestellt werden.

Babenhausen - „Die Bilder passen gut, die könnten glatt hier hängen bleiben“, sagt eine Besucherin des Rathauses. Aquarelle von Frédéric Rexer aus der französischen Partnerstadt Bouxwiller zieren seit Freitag die Flure des Rathauses. Von Ulrike Bernauer

Zur Vernissage waren nicht nur zahlreiche Gäste gekommen, sondern auch der Sohn des mittlerweile verstorbenen Malers. „Mein Vater wäre stolz gewesen, dass seine Werke hier in so großer Zahl ausgestellt sind“, erklärt Jaques Rexer. Der Elsässer malte gern und oft, mehrere tausend Bilder hat die Familie im Nachlass. Zu sehen sind auf den Aquarellen trutzige Fachwerkhäuser, Burgen und sanft geschwungene Landschaften. Die meisten Motive stammen aus Bouxwiller oder seiner Umgebung, aber auch aus anderen Gegenden Frankreichs. „Wenn in den Ferien die anderen an den Strand gefahren sind, dann sind wir in entgegen gesetzter Richtung zu einem Museum oder einem Motiv gefahren“, erinnert sich Jaques Rexer lachend.

Die besten Bilder seines Vaters stammen auch aus den gemeinsamen Urlauben, wo der Sohn Assistent und Kritiker in einem spielte. „Mein Vater malte am liebsten aus dem Stegreif und das sieht man den Bildern auch an, sie haben Herz und Seele“, erklärt Sohn Rexer, der eine Zeitlang „auch malen musste“. Auch in anderer Hinsicht ist er in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Beide Rexers waren oder sind Architekten.

Bürgermeisterin Gabi Coutandin freut sich darüber, dass auch Babenhäuser Ansichten zu sehen sind. Vier Gemälde, die gleich am Eingang den Besucher begrüßen, zeigen beispielsweise den Hexenturm oder das Amtmannshaus. Mit dieser Ausstellung setze man eine Tradition des künstlerischen Austausches fort, die im Jahr 1987 begonnen habe.

Bis Anfang Januar können die Bilder des Elsässer Malers noch im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten betrachtet werden.

Quelle: op-online.de

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