TSV Langstadt

Risse im alten Eternitdach

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Wird erneuert und erhält obendrauf eine Photovoltaik-Anlage: das Vereinsheim des TSV Langstadt.

Langstadt - Es ist die größte Investition des TSV Langstadt im neuen Jahrtausend: Weil sich im aktuellen Eternit-Dach des Vereinsheims mehr und mehr Risse bemerkbar machen und unter anderem hohe Heizkosten die Folge sind, hat der Turn- und Sportverein am Dienstagabend in einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung die Dachsanierung, die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage und die mit beidem verbundene Aufnahme eines Kredits beschlossen. Von Jens Dörr

Der Status quo: Das alte Eternit-Dach wird rissig und darf laut Vorstandsmitglied Christa Erbes nicht mehr saniert werden. „Meines Wissens gibt es diese Platten nicht mal mehr im Handel.“ Noch sei es mitnichten so, dass es durch das Dach des Heims regne. Die kleinen vorhandenen Risse würden sich über die Zeit hinweg voraussichtlich aber so vergrößern, dass es einmal dazu kommen könnte. „Außerdem geht die Wärme durch das Dach weg“, sagt Erbes mit Blick auf die hohen Heizkosten.

Dem will der TSV Langstadt eine Dacherneuerung entgegensetzen – ein Blechdach soll künftig schützen und zudem die Wärme besser in den Räumlichkeiten halten. Nicht nur dafür stimmten rund zwei Dutzend Mitglieder am Dienstagabend einstimmig: Aufgesetzt werden soll zudem eine Photovoltaik-Anlage. Trotz inzwischen nicht mehr ganz so hoher Einspeisevergütung rentiere sich das noch, so Erbes: „Die Förderung wird weniger, wir können aus den Erträgen aber dennoch den Kredit abbezahlen.“

Aus Eigenkapital dürfe man die Maßnahme nicht finanzieren, erläutert Erbes. Grund: Die Einspeisevergütung sei auf 20 Jahre festgelegt, schon nach zehn Jahren aber habe sich die Anlage amortisiert und der TSV fahre mit ihr Gewinn ein. Das darf ein Verein aber nicht bei Finanzierung der Anlage aus eigenen Mitteln – oder er verlöre seine Gemeinnützigkeit. Die will der Langstädter Traditionsverein selbstredend behalten, setzt unter anderem deshalb auf die Fremdfinanzierung. Dabei gehe es um einen Betrag voraussichtlich in Höhe zwischen 50.000 und 60.000 Euro. Sowohl bei Volksbank als auch Sparkasse besitze der Verein Konten, so Erbes. Den Auftrag für die Kreditvergabe erhielt diesmal die Sparkasse. Die Investition sei die größte seit langer Zeit – auch größer als die beim Tribünenanbau nebenan. „Damals haben wir viel in Eigenleistung gemacht“, so Erbes. Der Auftrag für das Dach sei noch nicht vergeben, die Photovoltaik-Anlage installiere die Firma Heeger aus Groß-ostheim. Im Optimalfall sollen die Arbeiten in Kürze beginnen und schon im März beendet werden.

Quelle: op-online.de

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